Kaepernick bleibt standhaft

Todesdrohungen gegen Quarterback Kaepernick nach Hymnen-Protest

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San Francisco 49ers Quaterback, Colin Kaepernickund sein Teamkollege Eric Reid, knien während des Abspielens der US-amerikanischen Hymne. Ein stiller Protest. 

New York - NFL-Quarterback Colin Kaepernick hat nach eigener Aussage wegen seiner Proteste gegen Polizeigewalt und Rassendiskriminierung Todesdrohungen bekommen. Davon war er völlig überrascht.

Der 28 Jahre alte Spielmacher der San Francisco 49ers weigerte sich zuletzt bei mehreren Spielen seines Teams, beim Abspielen der US-Hymne zu stehen und kniete stattdessen.

Angesprochen auf die Möglichkeit, dass die Drohungen wahr werden könnten, sagte Kaepernick: "Sollte so etwas passieren, würde es genau mein Ansinnen beweisen. Er habe zwar mit Kritik an seinem Verhalten gerechnet, "an so etwas habe ich aber nicht gedacht." Sein stiller Protest hatte große Diskussionen im ganzen Land ausgelöst. Selbst US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump schaltete sich in den Vorfall ein und schlug Kapernick vor, sich ein neues Land zu suchen. 

Mit seinen Aktionen will der Athlet auf die weiterhin bestehende Rassendiskriminierung, soziale Ungerechtigkeiten und die Ungleichbehandlung von Minderheiten durch Polizei und Sicherheitskräfte in den USA aufmerksam machen. In zahlreichen Städten, darunter Ferguson, Baltimore und Cincinnati, waren in den vergangenen beiden Jahren unbewaffnete Schwarze von Beamten getötet worden.

"Ich werde nicht aufstehen, um Stolz für die Flagge eines Landes zu zeigen, welches Schwarze und Menschen anderer Hautfarbe unterdrückt. Es ist größer als Football für mich, und es wäre egoistisch von mir, einfach wegzusehen", hatte er bereits erklärt. Weitere NFL-Spieler und zuletzt auch Fußball-Nationalspielerin Megan Rapinoe hatten sich seinem Protest angeschlossen.

Am vergangenen Freitag war es in Tulsa erneut zu einem Todesfall gekommen. "Das ist das perfekte Beispiel dafür, um was es geht", sagte Kaepernick: "Es wird sehr viel aussagen, was mit der Beamtin geschieht, die den Mann erschossen hat." Kaepernick hatte bereits angekündigt, eine Million Dollar für wohltätige Zwecke zu spenden.

SID

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