Tischtuch zerschnitten: Hambüchen bricht mit seinem Klub

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Fabian Hambüchen will nicht mehr für Straubenhardt turnen.

München - Keine Gespräche, keine Turnübungen mehr: Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen ist eigentlich der große Star des KTV Straubenhardt, doch Reibereien haben zu einem Zerwürfnis geführt.

Noch bei seinem Comeback im August dieses Jahres war Fabian Hambüchen der große Star des KTV Straubenhardt, knapp vier Monate später ist das Tischtuch zwischen dem deutschen Vorturner und seinem Klub endgültig zerschnitten: Nach jahrelangen Reibereien wird der Reck-Weltmeister von 2007 nie wieder für den Deutschen Meister an die Geräte gehen. “Ich werde in der kommenden Saison definitiv nicht für Straubenhardt starten und stehe diesbezüglich nicht mehr für Gespräche zur Verfügung“, teilte der 24-Jährige am Montag in einer Pressemitteilung mit.

Auch Manager Klaus Kärcher bestätigte der Nachrichtenagentur dapd: “Das Thema ist durch. Es gibt genügend andere Vereine. Wenn Fabian weiter national turnen will, wird er sich umschauen“. Hambüchen reagierte mit seiner deutlichen Absage auf die Äußerungen von KTV-Trainer Alexej Grigoriev, der am Rande des Liga-Finales am Samstag verbreitet hatte, ohne den 24-Jährigen in die neue Saison starten zu wollen. Vor allem darüber, “dass ich die überraschenden Aussagen über die Presse erfahren musste“, zeigte sich der Olympia-Dritte sehr enttäuscht.

Keine Gespräche: “Das ist jetzt Makulatur“

Grund für den erneuten Zwist zwischen Hambüchen und den KTV-Bossen war dessen Absage beim Liga-Finale. Bereits Anfang der vergangenen Woche hatte Hambüchen seine Wettkampfsaison mit Blick auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London offiziell beendet und das “gegenüber den Verantwortlichen kommuniziert“. Zwar hatte KTV-Präsident Helmut Riegsinger trotz der Aussagen von Grigoriev angekündigt, zunächst erneut das Gespräch mit Hambüchen suchen zu wollen: “Das ist jetzt aber alles Makulatur“, sagte Kärcher.

“Ich bin immer gerne für die KTV Straubenhardt an den Start gegangen“, sagte Hambüchen. Der 27-malige deutsche Meister habe dem KTV mit seinen regelmäßigen Einsätzen seit 2004 “einen Freundschaftsdienst erwiesen, obwohl die Liga für ihn keine Relevanz hat“, erklärte Kärcher. Von vornherein sei abgesprochen gewesen, dass Hambüchen die Starts frei wählen könne: “Es war immer allen Beteiligten klar, dass für mich der Fokus auf den internationalen Wettkämpfen liegt.“

Fokus auf Olympischen Spielen

Die Absage des letzten Wettkampfs der Saison sei nach medizinischem Anraten erfolgt. Hambüchen hatte sich Anfang des Jahres die Achillessehne gerissen und “alles dafür gegeben, um rechtzeitig vor der WM fit zu werden“, sagte er. Sein Comeback hatte er im August beim Bundesliga-Wettkampf der KTV Straubenhardt beim KTG Heidelberg gegeben: “Und ohne Fabi hätte niemand darüber geredet“, sagte Kärcher.

dapd

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