Kritik zum Megaspektakel der NFL

Super Bowl 2016: Die Halftime Show war solide, mehr nicht

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Die Darsteller der diesjährigen Halftime-Show von links nach rechts: Beypncé, Chris Martin (Coldplay) und Bruno Mars. 

Santa Clara - Der Super Bowl 2016 ist vorbei, die Denver Broncos krönen sich zum Champion der NFL. Die Halftime Show ist normalerweise immer ein Spektakel - doch dieses Mal hagelt es vor allem Kritik. 

Update vom 19. September 2016: Die NFL ist in die neue Saison gestartet. Das Ziel aller Teams: der Super Bowl. Wir verraten Ihnen, wie Sie die NFL live im TV und Live-Stream sehen.

Die Halftime Show beim Super Bowl ist sicherlich so etwas wie die größte Bühne der Welt: Allein 120 Millionen Menschen in den USA sehen sich das Finale der National Football League (NFL) live im Fernsehen an, mehr als eine Milliarde sind es sogar weltweit. Bessere Werbung für den auftretenden Künstler kann es fast gar nicht geben. In diesem Jahr war die britische Rock-/Pop-Band Coldplay der Hauptact der Halbzeitshow des Super Bowl 2016. Unterstützt wurden sie dabei von Bruno Mars und RnB-Ikone Beyoncé. Ergänzend dazu sang Lady Gaga die Nationalhymne vor Spielbeginn.

Doch war die Halftime-Show der Jubiläumsausgabe angemessen - immerhin war es der 50. Super Bowl? Und wie war die Show im Vergleich zu den Auftritten des vergangenen Jahres? Lesen Sie hier noch einmal die Regeln des American Football nach.

Super Bowl 2016: "Believe in Love" - Glaub an die Liebe überzeugt nicht

Das größte Einzelsportereignis der Welt begann gleich mit einem echten Gänsehautmoment. Lady Gaga performte die Nationalhymne der USA "The Star-Spangled Banner" vor dem Super Bowl 2016 mit solcher Inbrunst, dass sicherlich auch dem einen oder anderen Nicht-Amerikaner ein Schauer über den Rücken lief. 

Doch der eigentliche Hauptauftritt der Halftime Show des Super Bowl 2016 kam erst in der Halbzeit des Football-Spiels zwischen den Carolina Panthers und den Denver Broncos. Die britische Band Coldplay eröffneten als Hauptact die Show zur Halbzeit. Sie spielten drei Songs, unter anderem ihren neuen Hit "Adventure of a Lifetime". Die Instrumente und auch die Bühne waren bunt geschmückt und erinnerten ein wenig an die Flower-Power-Bewegung der 1960er-Jahre. Was dann aber folgte, stahl den Briten die Show. Beyoncé sang ihr neues Lied "Formation" und stand gemeinsam mit einer Gruppe Tänzerinnen dem Sänger Bruno Mars und seinen Jungs gegenüber, die den Hit "Uptown Funk" sangen - ein kleines Battle auf der Bühne. 

Zum Schluss der etwa viertelstündigen Show in der Halbzeitpause des Super Bowl 2016 sangen Coldplay-Frontmann Chris Martin, Beyoncé und Bruno Mars gemeinsam Songs aus vergangenen Halftime-Shows, die mit einem Rückblick auf diese verbunden waren. 

Als Abschluss hielten die vielen Tausend Zuschauer Zettel in die Luft, auf denen "Believe in Love", also Glaub an die Liebe, stand: Eine klare Botschaft an die Welt, ein Appell für den Frieden.

Super Bowl 2016: Es hagelt Kritik in den sozialen Medien

Allerdings hat den meisten Zuschauern nicht gefallen, was sie auf der größten Bühne der Welt gesehen haben. In den sozialen Medien Facebook und Twitter hagelte es nach dem Super Bowl 2016 teils vernichtende Kritik. Die meisten Fans sind sich darüber einig, dass vor allem Beyoncé nicht mehr in eine Super Bowl Halftime Show gehört. Außerdem meinen sie, dass Bruno Mars definitiv nicht Playback singen kann und Coldplay einfach langweilig waren. 

Zugegeben, von einer Jubiliäumsshow wie der zum 50. Super Bowl hätte man durchaus etwas mehr erwarten können - denn sowohl Beyoncé als auch Bruno Mars sind schon einmal in der Halftime Show aufgetreten (Beyoncé 2013 und Bruno Mars 2014). Außerdem ist für viele Fans Coldplay eine Band, die in den USA zwar bekannt ist, aber sie sind keine absoluten Superstars.

Der Hauptact Coldplay hat beim Super Bowl 2016 einen ordentliche Performance abgeliefert - mehr aber auch nicht. Beyoncé und Bruno Mars standen viel eher im Vordergrund. Im Vergleich zur Halftime Show des vergangenen Jahres waren die Performances fast schon langweilig. Beim 49. Super Bowl nämlich heizte Katy Perry den Fans ordentlich ein. Auf einem riesigen stählernen Löwen kam sie in die Arena geritten, sang zusammen mit Lenny Kravitz ihren Welthit "I kissed a Girl" und fackelte ein riesiges Feuerwerk ab.

Viele Fans forderten 2016 Metallica als Hauptact - die Band durfte aber nur ein Vorabendkonzert in San Francisco geben. Am Ende lässt sich sagen, dass Lady Gaga die Show mit ihrer grandiosen Version der Nationalhymne wohl gerade noch gerettet hat.

Fazit: Alles in allem war die Show beim Super Bowl 2016 grundsolide, mehr aber auch nicht. Eine 50. Ausgabe war sie definitiv nicht würdig - einige behaupten in den sozialen Netzwerken sogar, es sei die schlechteste Perfomance aller Zeiten gewesen. So schlimm war es dann aber doch nicht.

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