Viele neue Gesichter

Umbruch bei der SGE: Real Madrid-Zugänge überzeugen

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Jesús Vallejo Lázaro (rechts) und Omar Mascarell könnten sich als echte Verstärkungen für die SGE entpuppen.

Frankfurt/Flachau - Die SGE bereitet sich im österreichischen Flachau auf die neue Saison vor. Damit sie nicht wieder mit dem Fast-Abstieg endet, bekommt das Team ein völlig neues Gesicht. Von Peppi Schmitt

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Die Fans werden ihre Frankfurter Eintracht nicht wieder erkennen, wenn sie Mitte August mit dem Pokalspiel beim 1. FC Magdeburg in die neue Saison startet. Und das ist genauso gewollt. Das Triumvirat an der Spitze, der neue Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Trainer Niko Kovac haben nicht nur ein wenig renoviert, sie haben kräftig umgebaut. Nach der schlimmen vergangenen Saison, die erst in letzter Minute mit einem Happy-End zu Ende gegangen ist, war dies auch nötig. Eine Konstante freilich bleibt. Alexander Meier hat seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Der Kapitän und „Fußball-Gott“ wird nach dem Ende seiner Karriere ein Abschiedsspiel erhalten und in anderer Funktion weiter für die SGE tätig sein.

Es gibt viele neue Gesichter bei der Eintracht. Natürlich in der Mannschaft, für die bislang sechs neue Spieler verpflichtet wurden. Und noch mindestens ein weiterer hinzukommen wird. Aber auch in der „Mannschaft hinter der Mannschaft“. Mit Armin Reutershahn haben die Frankfurter einen alten Bekannten als zusätzlichen Assistenz-Trainer geholt, dazu mit Klaus Luisser einen neuen Athletik-Trainer. Es gibt neue Osteopathen, es gibt einen weiteren Video-Analysten und es gibt einen neuen Chef der Scouting-Abteilung.

Im Team wurde zunächst einmal die Offensive gestärkt. Mit Branimir Hrgota von Borussia Mönchengladbach, Danny Blum vom 1. FC Nürnberg und dem Kroaten Ante Rebic vom AC Florenz wurden drei neue Stürmer geholt. Damit ist die Eintracht nun vorne doppelt und dreifach besetzt. Freilich soll noch mindestens ein Angreifer abgegeben werden, die Kandidaten sind der Holländer Luc Castaignos und der Schweizer Haris Seferovic. Für die defensive Abteilung haben sich die Frankfurter bei Real Madrid umgeschaut. Mit Mittelfeldspieler Omar Mascarell, zuletzt von Real ausgeliehen an Sporting Gijon, und Innenverteidiger Jesus Vallejo, ausgeliehen an Real Saragossa, sind zwei Profis aus der dritten Garde der „Königlichen“ gekommen.

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Deren kurze Auftritte in den Trainingseinheiten im Trainingslager im österreichischen Flachau waren verheißungsvoll. Technisch sind beide sehr beschlagen, beherrschen den genauen Pass. Ob sie in der Bundesliga diese ersten Eindrücke bestätigen können, bleibt abzuwarten. Beim Kroaten Ante Rebic scheint dies dagegen ziemlich sicher. Er ist zwar auch erst 22 Jahre alt und doch schon erfahrener als die beiden Spanier. Rebic hat schon eine WM hinter sich.

Hinter den Transferaktivitäten, die auch den 24 Jahre alten israelischen Verteidiger Taleb Tawatha nach Frankfurt gespült haben, steht neben der Erhöhung der Qualität auch das Ziel, den etablierten Spielern Beine zu machen. Ein bisschen Bundesligaerfahrung aber wird der SGE auch weiter gut tun. Deshalb wäre keiner begeistert, wenn ausgerechnet Stefan Aigner den Klub verlassen würde. Dem Ex-Münchner soll ein Angebot vom TSV 1860 vorliegen. „Ich habe noch zwei Jahre Vertrag in Frankfurt, deshalb habe ich mich damit nicht beschäftigt“, hat Aigner gesagt, „aber man weiß ja nie, was noch passiert.“ Ein Dementi klingt anders. Manager Hübner hat festgestellt, „dass es keine Anfrage für Aigner gibt.“ Mindestens vier Millionen Euro würden sie für ihren Stürmer verlangen, den sie aber eigentlich gerne behalten würde.

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