Montag geht´s in die zweite Runde gegen Nürnberg

Die Eintracht sucht ihren Helden für die Relegation

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Und dann zappelte der Ball doch noch im Netz. Mijat Gacinovic (Mitte) kämpfte sich am Donnerstag durch das Nürnberger Abwehrbollwerk zum 1:1 durch.

Frankfurt – Halbzeit beim Relegations-Drama zwischen der SGE und dem Club aus Nürnberg. Am Montag muss die Eintracht ihre Angriffsgefahr wieder entdecken. Sie braucht ein Tor, sonst steigt sie zum fünften Mal ab. Von Oliver Haas

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Auf den ersten Blick scheint das 1:1 im Relegations-Heimspiel aufgrund des Auswärtstor-Modus für die Eintracht ein schlechtes Ergebnis zu sein. Mit einem 0:0 am Montag ist Nürnberg in der Bundesliga und die Eintracht zum fünften Mal abgestiegen. Doch auf den zweiten Blick könnte gerade diese Konstellation gut für die SGE sein. Denn so muss das Kovac-Team mindestens ein Tor schießen. Ein 90+x-minütiges Abwarten auf den Schlusspfiff ohne nennenswerte offensive Aktionen, wie im letzten Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen, wird es nicht geben.

Gegner Nürnberg ist erschreckend schwach

Und die Frankfurter sollten nach dem Gastspiel der Franken auch das nötige Selbstbewusstsein für den Sieg beim FCN haben. Denn der Drittplatzierte der Zweiten Liga präsentierte sich erschreckend harmlos im Angriff. Nicht ein einziger eigener Torschuss in 90 Minuten brachte das Team von Club-Trainer René Weiler zustande. Zwar hielten sie die Abwehr kompakt zusammen, aber wenn die Eintracht gerade beim letzten Pass ihre Offensivaktionen besser zu Ende gespielt hätte, dann hätte es sicher öfter im Gehäuse von FCN-Schlussmann Raphael Schäfer geklingelt.

Die Eintracht muss in Nürnberg beweisen, dass der Club mit dieser Spielweise nichts in der Bundesliga verloren hat. Und freilich selbst den Nachweis bringen, dass sie zu Recht Bundesligist sind und bleiben. In der Summe beider Spiele müssen sich die individuell besseren Spieler durchsetzen. Das Problem ist, dass sich wie ein roter Faden die Schwäche der SGE-Leistungsträger durch die Saison zieht.

Mijat Gacinovic kann den Unterschied machen

Auch am Donnerstag erwischten Stefan Aigner und Haris Seferovic wieder einen gebrauchten Tag. Aber die Eintracht braucht den Relegations-Helden. Den, der voran marschiert, das wichtige Tor macht. Wird es mal wieder Torjäger Alex Meier? Sehnsüchtig wurde er nach langer Verletzungspause erwartet. Ihn im Hinspiel von Anfang an zu bringen war richtig. Auch wenn man nach drei Monaten Verletzungspause noch nicht erwarten kann, dass er gleich wie gewohnt die Torgefahr ausstrahlt, so hilft er dem Team alleine durch seine Präsenz auf dem Platz.

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Hoffnung für ein Weiterverbleib in der Beletage des Fußballs sollte den SGE-Fans der Auftritt von Mijat Gacinovic machen, der nicht nur aufgrund seines Tores ein belebendes Element war. Nicht alles klappt, aber der 21-Jährige probiert viel, ist mutig. Er könnte in Nürnberg den wichtigen Unterschied zwischen Erstligist und Zweitligist machen.

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