Darmstadt wird zur Kasse gebeten

Derby: Streit um Innenstadtverbot kostet 165.000 Euro

Szene aus der Innenstadt nach dem Hessenderby zwischen SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt.

Darmstadt  - Nach dem Eklat um das Innenstadtverbot für Fans von Eintracht Frankfurt muss die Stadt Darmstadt knapp 165.000 Euro für Verfahrenskosten zahlen.

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303 Eilanträge seien gegen die Verfügung der Stadt eingegangen, die Fußballfans während des Spiels gegen Darmstadt 98 am vergangenen Samstag aus der Stadt verbannen sollte, teilte das Verwaltungsgericht Darmstadt am Dienstag mit. Die meisten Anträge hätten sich zwar erledigt, weil die Verfügung noch am Spieltag aufgehoben worden sei.

SGE-Präsident Fischer: "Politische Entscheidungen waren ausgesprochen unglücklich"

Für die insgesamt 295 Verfahren fielen aber Gerichtskosten an, in 285 Fällen auch Anwaltskosten. Aus Sorge vor Randale hatte Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) das Stadtzentrum zur Sperrzone erklärt. Die Stadt hatte auch am Freitag trotz einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung an dem Verbot festgehalten, dieses am Samstagmorgen aber wegen massiver Proteste wieder aufgehoben. Zahlreiche Fans hatten Einsprüche angekündigt. Im Umfeld des Spiels war es zu zahlreichen Schlägereien und etwa 530 vorläufigen Festnahmen gekommen. SGE-Präsident Peter Fischer erklärte am Montagabend in der Sportsendung "Heimspiel!" im hr-Fernsehen, der Polizeibericht habe gezeigt, dass es ein "ganz normales Bundesligaspiel" gewesen sei. Die politische Entscheidungen rund um das Spiel seien "ausgesprochen unglücklich" getroffen worden, sagte Fischer.

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