Eishockey-Team enttäuscht Fans

Pleite für die Frankfurter Löwen

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Einsatz vor der Niederlage: Frankfurter Löwe Matthew Pistilli (rechts) gibt alles gegen Bad Nauheimer Eugen Alanov und bringt die Frankfurter wenigstens für kurze Zeit in Führung. 

Frankfurt – Eine weitere bittere Derby-Niederlage gab es für den Zweitligisten Löwen Frankfurt zuhause beim knappen 2:3 gegen den Erzrivalen aus Bad Nauheim. Von Uwe Lange

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Über 6300 Besucher waren zum ewig jungen Vergleich der beiden hessischen Teams am Ratsweg erschienen, erhofften sich ein emotionales Spiel mit vielen Höhepunkten. Frankfurts Coach Paul Gardner begann „ohne Vier“, musste er doch auf Nick Mazzolini, Richie Mueller, Dennis Reimer und Matt Tomassoni verzichten. Beide Mannschaften setzten auch sofort auf Offensive, ein langes taktisches Geplänkel fand bei hochgeklappten Visieren nicht statt. Die Löwen erwischten den besseren Start, gingen in Überzahl durch Matt Pistilli in Führung (6.), als der einen Pass von Nils Liesegang mit Vehemenz in die Maschen drosch. In dieser Phase spielten die Südhessen ihr bestes Hockey, versäumten es aber weitere Treffer zu erzielen. So bauten sie die Kurstädter auf, die nach einem Wechselfehler der Frankfurter ebenfalls in numerischer Überlegenheit zum Ausgleich kamen (16.) Harry Lange war der Nutznießer des schwachen Abwehrverhaltens der Löwen, die den Puck einfach nicht wegbefördern konnten, nachdem Torhüter Brett Jaeger zunächst rettete.

Der zweite Abschnitt bot wenig Spektakuläres, die Gäste aus der Wetterau waren zunächst tonangebend, übertrafen sich jedoch in der Chancenverwertung an Harmlosigkeit gegen allzu passive Frankfurter. Das Spiel verflachte zusehends, viele Stockfehler und ungenaues Passspiel ließen Zweitliga-Niveau nur selten erkennen. Im Schlussdrittel waren es dann die Roten Teufel, die sich bemerkbar machten, als der ehemalige Frankfurter Radek Krestan eine feine Kombination mit dem 2:1 für seine Farben abschloss (45.) Die Löwen-Antwort ließ jedoch nur 52 Sekunden auf sich warten, da Abwehrrecke Pawel Dronia mit einem fulminanten Schlenzer in den Torwinkel die Eishalle kurzzeitig zum Kochen brachte. 

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Das gerechte Unentschieden hatte Bestand bis zum Ende der 60 Minuten, so dass es in die fünfminütige Verlängerung gehen musste, die ab dieser Saison mit nur drei Akteuren auf beiden Seiten gespielt wird. Die Neuerung, von den NHL-Stars aus Nordamerika übernommen, entpuppt sich immer mehr als Volltreffer, geht es doch bei jedem Angriff hoch her, bedeutet jeder kleine Fehler eines Akteurs die Entscheidung.

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Den machten die Löwen, als sie einen 2:1-Konter fuhren, einen Torschuss statt eines weiteren Passes folgen ließen, den Nauheims starker Rückhalt Mikko Rämö parieren konnte. Die Teufel zeigten im direkten Gegenzug, wie man es besser macht, als ihr finnischer Star Juuso Rajala seinen Kapitän Nick Dineen gekonnt und uneigennützig in Szene setzte, den Nauheimern den nicht unverdienten Zusatzpunkt sicherte. Für die Löwen bedeutet diese Niederlage saisonübergreifend die siebte Derby-Pleite gegen Nauheim/Kassel in Folge, was die treuen Fans der Frankfurter nicht sonderlich begeistern dürfte, da Erfolge in diesen Matches für manch schwache Darbietung mehr als entschädigen. Am morgigen Sonntag (17 Uhr) treffen die Löwen auf das Schlusslicht in Rosenheim, die sich keine weitere Niederlage erlauben wollen.

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