Mit neun Punkten Rückstand in die Regionalliga-Saison

Kickers Offenbach: Aufholjagd beginnt in Worms

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Maik Vetter (links) schirmt im Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf den Ball ab. Das Spiel ging mit 0:3 gegen den Zweitligisten verloren. 

Offenbach - Am kommenden Freitag startet Kickers Offenbach um 19. 30 Uhr bei Wormatia Worms in die neue Regionalliga-Saison mit einem gehörigen Punktabzug. In den Mannschaftsteilen dürfte es in der Offensive die größten Probleme geben.

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Ein prächtiges, modernes Stadion, ein Club mit großer Fußball-Tradition und der Wille, sich endlich aus dem Sportplatz-Gekicke zu befreien und von der Regionalliga in die Dritte Liga aufzusteigen. Eigentlich wäre alles angerichtet für Kickers Offenbach. Wäre da nicht die Insolvenz-Taumelei und der damit verbundene Neun-Punkte-Abzug zum Saisonstart – und dazu die Gewissheit, dass mit den finanziellen Mitteln keine Übermannschaft zusammen gestellt werden kann.

Das hatte sich wohl auch Trainer Oliver Reck anders vorgestellt. Im Januar 2016 hatte er beim OFC angeheuert, um noch das fast Aussichtslose – den Aufstieg in die Dritte Liga – perfekt zu machen. Vergeblich. Als Torhüter hat der 51-Jährige insgesamt 471 Bundesligaspiele für den OFC, Werder Bremen und Schalke 04 absolviert. Er war Trainer in Schalke, Duisburg und Düsseldorf, ehe er an den Bieberer Berg zurückkehrte. Seine Trainerbilanz beim OFC bisher: 15 Spiele in der Regionalliga, neun Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen; dazu der Sieg im Hessenpokal und der Einzug in den DFB-Pokal. Fest steht: Mit Reck und seinem oft gespielten 4-2-3-1-System wäre Großes möglich.

Auch auf der Torhüter-Position ist der OFC gut besetzt. Wie in der Vorsaison stehen Daniel Endres und Alexander Sebald bereit. Kapitän Endres hat seine Klasse immer wieder unter Beweis gestellt. Er absolviert nun – wie der eine oder andere Kollege auch – parallel zum Fußball in der vierten Liga eine kaufmännische Ausbildung.

Die Abwehr hat Potenzial, muss sich aber erst finden. Stefano Maier ist als Innenverteidiger gesetzt, fehlt aber die ersten beiden Spiele wegen einer Roten Karte. Dennis Schulte sowie die Zugänge Benjamin Kirchhoff und Aaron Frey sind die weiteren Kandidaten für die zentralen Positionen. Schulte kann auch links spielen. Dort ist im Normalfall Alexandros Theodosiadis gesetzt. Kandidaten für rechts sind Jan-Hendrik Marx und Maik Vetter.

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Das Mittelfeld ist auf alle Fälle gefordert, an die vergangene Spielzeit anzuknüpfen. Auf den Sechser-Positionen sind der im Winter aus Chemnitz verpflichtete Marco Rapp und wohl auch Kristian Maslanka erste Wahl. Links könnte Christos Stoilas, Serkan Firat oder Ko Sawada zum Zug kommen, rechts Robin Scheu, Maik Vetter oder Ihab Darwiche. Sawada kann wie Bryan Gaul zentral spielen. Dren Hodja hat sich im offensiven Mittelfeld schon bewiesen. In der Rückrunde der vergangenen Saison erzielte der Rückkehrer aus der Schalker Reserve in 14 Spielen immerhin vier Tore für den OFC. Die offensiven Mittelfeldspieler der vergangenen Saison, Martin Röser und Niko Dobros, hatten je zehn Mal getroffen.

Die größte Baustelle ist der Angriff. Vergangene Saison agierten die abgewanderten Markus Müller (elf Tore) oder Benjamin Pintol (neun Tore) als Sturmspitzen und bewiesen Knipser-Qualitäten.

Damjan Marceta dürfte im Zentrum nun erste Wahl sein, auch der wuselige Darwiche kann ganz vorn spielen. Die Kickers werden bei passender Gelegenheit sicher versuchen, noch einen weiteren Angreifer in den nicht allzu breiten Kader aufzunehmen. red

Fotos: So schön war der Kickers Tag in Offenbach

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