Start der Ringer-Saison:

Kämpft der ASV Schaafheim 2017 in Liga eins?

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Lucas Diehl (blau) ist mit dem ASV Schaafheim Titelverteidiger in der Oberliga und will in der neuen Saison möglichst selten in eine derart brenzlige Lage wie auf unserem Foto geraten.

Schaafheim –  Den Ringern der Region stehen Veränderungen bevor. Nutznießer könnte dabei der ASV Schaafheim sein. Durch eine Reform ringen sie nächstes Jahr vielleicht in der ersten Bundesliga. Von Jens Dörr

Am Samstag, 27. August, beginnt die neue Mannschaftssaison im Ringen. Erstmals auf die Matte geht mit dem ASV Schaafheim dann der hessische Oberliga-Meister der Vorsaison, der aus finanziellen und personellen Gründen auf den Gang in die 2. Bundesliga verzichtete. Doch plötzlich bieten sich den Schaafheimern große Perspektiven: Aufgrund einer anstehenden Reform des Ligensystems würde sich der ASV im Falle einer Meisterschaft wohl in die höchste deutsche Klasse katapultieren. Denn der Deutsche Ringer-Bund hat gemeinsam mit den Vertretern der Vereine aus der 1. Bundesliga (eingleisig) und der 2. Bundesliga (aufgeteilt in die Staffeln Nord, West und Süd) massive Veränderungen ab der Saison 2017/18 vorbereitet. Demnach werden die Ligen ab dem kommenden Jahr zusammengelegt. Die 1. Bundesliga soll dann mit vier Staffeln an den Start gehen, alle bisherigen Erst- und Zweitligisten bündeln und die einzige Klasse über den höchsten Landesklassen werden. Bleibt Schaafheim Oberligist, wäre man also auch ohne sportlichen Aufstieg künftig zweitklassig. Gelingt erneut Platz eins, steigt Schaafheim auf und ist Bundesligist.

ASV Griesheim landete den Transfercoup des Jahres

Kleinere Brötchen als Schaafheim backen muss Hessenligist FSV Münster, der abermals im sicheren Mittelfeld der (noch) vierthöchsten deutschen Ringerklasse landen will. Dafür aber setzte man den vier Abgängen nur zwei Zugänge entgegen. Markus Strauß (ASV Hüttigweiler) und Sascha Reimund (KSV Wersau) sind neu dabei. Dagegen haben Antony Iuliani (zum KSV Michelstadt), Ali Celebi (ASV Dieburg), Serdar Bicer (KSV Neu-Isenburg) und Sevket Ermis (KSV Rimbach) den Verein verlassen. Ligakonkurrent KSV Neu-Isenburg verpflichtete für sein Hessenliga-Team neben Bicer die Filippidis-Brüder Dimitros und Filippos vom ASV Frankfurt-Griesheim. Aus der Hugenottenstadt nach Griesheim wechselte hingegen Davoud Mirtaheri. Auf das Konto der Frankfurter geht der spektakulärste Transfer dieses Jahres: Der ASV Griesheim zog in Saba Bolaghi den ehemaligen EM-Dritten im Freistil-Leichtgewicht an Land. Bolaghi verdingt sich inzwischen in erster Linie in den finanziell lukrativeren Mixed Martial Arts. Für hohe Siege in der vierten Ringerliga dürfte es aber weiterhin reichen.

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