Geht´s jetzt wieder aufwärts am Bieberer Berg? 

OFC: Minus-Punkte sind fast aufgeholt 

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Kristian Maslanka von den Offenbacher Kickers im Zweikampf mit Sascha Walter beim Spiel gegen den FC Noettingen.

Offenbach – Nur noch einen Punkt müssen die Kickers aufholen. Erst dann sind die wegen des Insolvenzantrages abgezogenen neun Punkte aufgeholt. Nach dem Spiel gegen den FK Pirmasens soll die Saison für die Kickers richtig los gehen. Von Peppi Schmitt

Nur noch eins, genauer minus eins. Mit dieser „Ausbeute“ stehen die Offenbacher Kickers noch immer am Tabellenende der Regionalliga Südwest. Doch immerhin haben die Offenbacher schon acht der neun wegen des Insolvenzantrages abgezogenen Punkte aufgeholt. Die „wahre Tabelle“ würde den OFC auf Platz sieben ausweisen. Der mühsam erkämpfte 1:0-Sieg gegen den FC Nöttingen hat den OFC seinem Ziel aber wieder ein Stück näher gebracht, so bald wie möglich ins Plus zu kommen. Mit den zwei Heimspielen am Dienstag gegen den FK Pirmasens und am nächsten Sonntag gegen Eintracht Trier, die dem Hessenpokalspiel am Samstag gegen Seligenstadt folgen, bieten sich dafür beste Gelegenheiten.

Kickers wollen gegen Punktabzug kämpfen

Und auch sonst gibt es gute bis sehr gute Neuigkeiten vom Bieberer Berg. Denn der Insolvenzantrag konnte zurückgezogen werden, nachdem die Kickers 600.000 Euro der einen Million Verbindlichkeit begleichen konnten. Der Punktabzug freilich soll laut Statuten bestehen bleiben. Doch genau damit wollen sich die Kickers nicht abfinden.

„Wir werden dagegen ankämpfen“, hat Präsident Helmut Spahn angekündigt: „Wir haben zwei Gutachten erstellen lassen, die unsere juristische Meinung stützen.“ Möglicherweise geht es vors DFB-Schiedsgericht und angeblich wäre der OFC sogar bereit vor ein ordentliches Gericht zu ziehen.

Parallel dazu aber wollen die Offenbacher sportlich weiter für Furore sorgen. Die Leistungen der neu zusammengestellten Mannschaft haben sich inzwischen auf einem guten Level eingependelt, auch wenn die Schützlinge von Trainer Oliver Reck vor Rückschlägen (noch) nicht gefeit sind. So setzte es ja nach dem tollen Pokalfight gegen Hannover 96 (2:3 nach Verlängerung) eine ebenso verdiente wie überraschende Niederlage bei Teutonia Watzenborn-Steinberg.

Mit "Herz und Verstand" ans Werk gehen

Doch die Mannschaft hat diesen Rückschlag gut weggesteckt und sich gegen Nöttingen einen 1:0-Sieg erkämpft. Brillant war auch dieses Spiel vor 4326 Zuschauern nicht, aber effektiv. „Wir sind keine Top-Mannschaft wie Elversberg oder Waldhof“, mahnt der erfahrenste Offenbacher, Matthew Taylor, der den Treffer von Robin Scheu vorbereitet hatte.

Keine großen Sprüche also aus Offenbach, dafür umso mehr harte Arbeit. Das gefällt den Fans auf dem „Berg“, das honorieren sie. „Wir wollten nach dem Watzenborn-Spiel eine Trotzreaktion zeigen“, lobte auch Trainer Oliver Reck, „das ist der Mannschaft teilweise gelungen.“ Wichtig sei, dass die Spieler mit „Herz und Verstand“ ans Werk gegangen seien. Und so soll es weitergehen bei den Kickers.

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