Darmstädter in ungewohnter Favoritenrolle

98er müssen im DFB-Pokal gegen Fünftligisten Bremer SV ran

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Dominik Stroh-Engel und Sven Schipplock im Trainingszweikampf während der Vorbereitung zum Pokalspiel beim Bremer SV.

Darmstadt – Erstes Pflichtspiel für die Lilien im DFB-Pokal unter dem neuem Coach Norbert Meier im DFB-Pokal. Darmstadt trifft auf den „Bruder im Geiste“ Bremer SV. Von Jens Dörr

Wenn in der ersten Runde des DFB-Pokals am morgigen Sonntag Fünftligist Bremer SV und Erstligist SV Darmstadt 98 aufeinandertreffen, sind die sportlichen Vorzeichen klar verteilt. Dennoch treffen sich zumindest Brüder im Geiste: Mit „Fußball pur und ohne Schickimicki“ bewirbt der Bremer SV als kleine Nummer der Stadt hinter dem SV Werder seine Aktivitäten auf dem Rasen. Was durchaus auch noch ein bisschen auf die Lilien zutrifft, bei denen Schein und großer Glanz weder beim Auftreten von Spielern, Fans und Offiziellen, noch in der Gestaltung ihres Stadions am Böllenfalltor eine große Rolle spielen.

"Natürlich ist Darmstadt nicht das große Traumlos"

In der heimischen Bremen-Liga ist der SV das Maß aller Dinge und führt jetzt schon wieder nach drei Spieltagen die Tabelle an. Die Bremer äußerten sich vorab nicht nur überschwänglich über das Los Darmstadt. Er wolle nicht abwertend klingen, meinte etwa Fünftliga-Keeper Christian Ahlers-Ceglarek, aber „natürlich ist Darmstadt nicht das große Traumlos“. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Bremer gegen Eintracht Frankfurt (0:3) und Eintracht Braunschweig (0:1) relativ knapp das Nachsehen gehabt. Dass sie selbst von einem vier Klassen niedriger spielenden Gegner nicht als Größe des deutschen Fußballs betrachtet werden, dürften die Darmstädter indes verkraften können. Neben dem Ziel Pflichteinzug in die zweite Runde ist das erste Pflicht-Spiel unter dem neuen Trainer Norbert Meier noch einmal eine Chance, unter Wettkampfbedingungen die inzwischen doch recht große Zahl an Neuzugängen zu testen und zu integrieren. Es folgen am 27. August der Erstliga-Auftakt in Köln und dann – vor dem Hessen-Derby gegen die Frankfurter Eintracht – eine zweiwöchige Länderspiel-Pause. Gefüllt wird diese nur durch ein Testspiel beim A-Ligisten TSV Langstadt am 2. September um 18.30 Uhr.

Neuzugänge Sven Schipplock und Alexander Milosevic wohl dabei

Bereits mit dabei sein könnten diesen Sonntag die erst in dieser Woche geholten letzten Verpflichtungen Sven Schipplock und Alexander Milosevic. Der Angreifer und der Innenverteidiger absolvierten jedoch erst vier, fünf Trainingseinheiten mit der Mannschaft. Noch angeschlagen ist zudem Zugang Laszlo Kleinheisler fürs zentrale Mittelfeld. Das Trio dürfte noch nicht in der Startelf stehen. Bei Victor Obinna, der aus der Vorsaison für die ersten vier Ligaspiele gesperrt ist, dürfte Meier ebenfalls auf einen Einsatz von Beginn an verzichten. So können sich jene einspielen, die in den ersten Bundesliga-Wochen für die Lilien punkten sollen. Von den Neuzugängen dürften es Torwart Michael Esser, Rechtsverteidiger Artem Fedetsky, Innenverteidiger Immanuel Höhn und Angreifer Antonio-Mirko Colak in die Startelf schaffen. Chancen auf den Platz im rechten Mittelfeld besitzt auch Denys Oliynyk, wo allerdings der unter Dirk Schuster kaum eine Rolle spielende Sandro Sirigu in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterließ. Das galt durchaus auch für Benjamin Gorka, der in der Innenverteidigung als gleichwertige Alternative für Höhn bereitstehen könnte. Dieser kämpfte vor einigen Tagen nämlich noch mit Oberschenkelproblemen.

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Fotos: SV Darmstadt 98 startet ins Training

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