FSV zittert um den Klassemerhalt

Abstiegskampf: Frankfurter müssen RB Leipzig die Daumen drücken

Frankfurt - Abstiegsendspiel für den FSV Frankfurt. Mit einem Sieg gegen 1860 München am Sonntag (15. 30 Uhr, Frankfurter Volksbank Stadion) können die Bornheimer noch den Relegationsplatz erreichen. Von Manfred Schäfer

Der FSV Frankfurt hat es nicht mehr in der eigenen Hand. Bei einem Sieg müsste man hoffen, dass Konkurrent MSV Duisburg gegen Aufsteiger RB Leipzig nicht über ein Unentschieden hinauskommt. Bei einem eigenen Unentschieden müsste Duisburg verlieren.

Seit Donnerstag hat sich der FSV im Trainingslager in Bad Kreuznach auf das Spiel vorbereitet. Trainer Falko Götz will die Spieler noch mehr in die Pflicht nehmen: „Wir haben auf große Rahmenbedingungen verzichtet. Wir haben nicht versucht, die Mannschaft noch mal zu motivieren. Die Fakten liegen zu klar auf dem Tisch. Wir brauchen jetzt keine Bilder von früher, wir brauchen keine Motivationshilfe. Wir müssen Taten bringen. Die haben wir uns antrainiert. Wir haben kurz und aggressiv trainiert. Jetzt sind die Spieler mit im Boot. Sie wissen selber, es geht um Existenzen. Nicht nur für Mitarbeiter, sondern eben auch für Spieler. Wir brauchen keinen Hokuspokus, sondern wir brauchen jetzt Kerle.“

Für 1860 geht es um nichts mehr

Einer dieser Kerle soll plötzlich wieder Besar Halimi sein. Der kleine Mittelfeldtechniker war vorm Spiel in Düsseldorf (0:1) aus dem Kader gefeuert worden. Jetzt spielt er aber wieder eine Hauptrolle und wird wohl in der Startelf stehen. Götz: „Jeder kann mal einen Fehler machen, aber jeder kann auch seinen Fehler wieder gut machen. Besar hat uns positive Signale gegeben, dass er im Finale noch mal alles raus hauen will. Wenn er voll bei der Sache ist, ist er für uns ein sehr wichtiger Spieler.“ Halimi kommt wohl für den verletzten Fanol Perdedaj (Zerrung des Snydesmosebandes) in die Mannschaft. Ein Techniker für einen Kämpfer. Vielleicht in einem solchen Spiel gar nicht so schlecht. Schließlich geht es für 1860 München um nichts mehr. Die Löwen werden kämpferisch nicht mehr das Letzte rausholen.

Sollte der Relegationsplatz noch erreicht werden, geht’s gegen die Würzburger Kickers. Das Hinspiel steigt schon am Freitag. Das Rückspiel in Frankfurt wäre dann am Dienstag, 24. Mai.

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