Vorsicht vor den heimstarken Tigern

Frankfurter Löwen wollen beim Liganeuling in Bayreuth siegen

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Beim Summer Game gegen Kassel hielt sich der Jubel der Löwen leider nicht bis nach dem Schlusspfiff. Das soll am Sonntag in Bayreuth anders laufen.

Frankfurt - Nach der emotionalen Saisoneröffnung der Löwen Frankfurt beim „Summer Game“ holt der Ligaalltag die Truppe von Trainer Paul Gardner wieder ein. Am morgigen Sonntag steht die Partie in Bayreuth an. Von Uwe Lange

Das etwas unglückliche 4:5 nach Verlängerung gegen den Zweitliga-Meister aus Kassel hat seine Spuren hinterlassen. Die Südhessen waren dem Sieg so nahe, nur wenige Sekunden fehlten zum Erfolg gegen den nordhessischen Rivalen.

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Es ist nichts Neues, dass sich die Löwen von den Schlittenhunden, die sich über Jahre und Spielergenerationen hinweg einen Ruf als Last-Minute-Team erarbeitet haben, die Butter vom Brot nehmen lassen. Ob der Punktverlust in der Overtime Folgen für die Moral der neuformierten Frankfurter Truppe hat, wird sich beim Liganeuling in Bayreuth zeigen. Die Tigers nahmen die Aufstiegsoption wahr, nachdem der eigentliche Meister, die holländischen Tilburg Trappers, gemäß den Regularien nicht für die DEL2 hatten melden können. Wirtschaftlich in der Kürze der Zeit ein Husarenstück, welches die eishockeyverrückten Fans in der Wagnerstadt dennoch unterstützen werden. Vor allem zuhause werden die Tigers den jeweiligen Gästen ihre Krallen zeigen, galten sie in der Oberliga doch als extrem heimstark vor einer lauten Kulisse.

Löwen-Coach Gardner wird seine Mannen auf einen Hexenkessel einstellen. Er muss versuchen, die sicherlich stürmische Anfangsphase der Bayreuther zu überstehen und vor allem von der Strafbank fernzubleiben: Die Löwen bevorzugen ein körperliches Spiel mit viel Kontakt, das manchen Schiedsrichter nicht unbeeindruckt lassen wird.

Brett Breitkreuz kehrt zurück

„Es ist gut, dass wir ein paar Tage Zeit hatten, unsere Erlebnisse vom Summer Game zu verarbeiten, um uns dann in Ruhe auf unser erstes Auswärtsspiel beim Aufsteiger vorzubereiten. Wir haben in der Woche sehr gut und hart gearbeitet und wollen am Sonntag unseren ersten Saisonsieg einfahren“, sagte Gardner.

Mehr Optionen im Angriff erhält der aus Kanada stammende Trainer an der Bande durch den für das „Summer Game“ einmalig gesperrten Stürmer Brett Breitkreuz, der in den Kader zurückkehrt. Im Gegensatz zum jungen Verteidiger Eric Stephan, der ausgerechnet gegen seinen alten Club Kassel wegen eines Bandenchecks vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Der Disziplinarausschuss suspendierte ihn für eine weitere Partie.

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Darüber hinaus fehlen den Löwen weiterhin die Langzeitverletzten Nick Mazzolini und Matt Tomassoni nach ihren operativen Eingriffen.

Optimistisch zeigt sich dennoch Frankfurts Verteidiger David Cespiva: „Das Summer Game war ein unglaubliches Erlebnis und auch körperlich eine echte Herausforderung. In den Pausen habe ich meinen Kopf direkt in die Eis-Tonne gesteckt, um mich abzukühlen. Bayreuth wird eine ganz andere Situation bieten mit seinem kleinen Stadion und der engen und dichten Atmosphäre. Darauf müssen wir uns einstellen und voll konzentrieren, wenn wir am Sonntag als Sieger vom Eis gehen wollen.“

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