Mike Wegzyn als neuen Quarterback geholt

Frankfurt Universe trifft am Sonntag auf Rhein-Neckar Bandits

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Marcus McDade und David Giron Jansa (von links) bejubeln den Touchdown zum 35:15 gegen die Amsterdam Crusaders.

Frankfurt - Gut eine Woche nach dem unerwarteten Gewinn des Europa-Pokals 2016 gegen die Amsterdam Crusaders müssen sich die Footballer der Samsung Frankfurt Universe wieder im Liga-Alltag beweisen. Von Uwe Lange

Die Men-in-Purple müssen dabei am Sonntag (16 Uhr) nach Mannheim zu den Rhein-Neckar Bandits, die aktuell das Tabellenende der ersten Liga Süd zieren. Natürlich gilt der frischgebackene EFL-Champion vom Main als klarer Favorit dieser Partie, drängte sich durch die bisherigen erfolgreichen Partien selbst in diese Rolle.

Klar ist auch, dass Frankfurt das Match im ehrwürdigen Seppl-Herberger-Stadion sogar in noch stärkerer Formation bestreiten kann, da einige der lila Stars für den Europa-Cup noch nicht spielberechtigt waren. Und die warten natürlichsehnlichst auf ihren Einsatz.

So auch der neue Quarterback Mike Wegzyn, der vergangene Woche in der Mainmetropole eintraf. Er ist als Back-up für den bislang so überzeugenden Marcus McDade gedacht, falls der sich verletzten sollte beziehungsweise ihm eine kleine Erholungspause gegönnt wird. Der fast 24-jährige US-Boy kommt aus Michigan und hat bereits auf höchstem College-Niveau gespielt. Für einen Einsatz in Mannheim versuchte er sich, diese Woche im Training zu empfehlen. Das Studium der Laufwege seiner Mitspieler stand im Vordergrund. Klar ist, dass sich auch einige Hundert Universe-Fans auf den Weg nach Mannheim machen, um den ersten Auftritt des Neuen zu bewundern.

Neue Sponsoren melden sich

Headcoach Markus Grahn verhält sich jedoch noch etwas defensiv in der Zusage für einen Einsatz des Amerikaners. Er will den Verlauf der Partie erst einmal abwarten. Denn auch in der Stunde des größten Erfolgs am vergangenen Samstag blieb der erfahrene Trainer nicht ohne Kritik: „Wir haben noch zu viele Punkte liegenlassen, das können wir uns im Ligaalltag nicht erlauben. Mit so einer Leistung würden wir unser Saisonziel, die Playoffs, gefährden.“

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Experten sehen den hessischen Aufsteiger bereits unter den Top Vier in Deutschland, sprechen voller Hochachtung vom Newcomer. Die aktuelle Wertschätzung macht sich auch im wirtschaftlichen Umfeld der Footballer bemerkbar. Bei den beiden heimischen Euro-Partien blieb man deutlich (5000 und 6000) über dem kalkulierten Schnitt von 3000 Fans pro Partie. 

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Auch neue Sponsoren meldeten sich bei Universe-Boss Michael Schwarzer, der sich bei den Marketing-Aktivitäten vom ehemaligen Eishockey-Nationalspieler Michael Bresagk unterstützen lässt. Der Ex-Löwe verfügt über hervorragende Kontakte in die Wirtschaft. Er war aber von Schwarzers Vorgänger 2015 nach Meinungsverschiedenheiten aussortiert worden. Den Fehler korrigierte der neue Mann an der lila Spitze, was Bresagk ihm mit dem Abschluss einiger Kontrakte dankte.

Fragt man Fans, Sponsoren und auch Spieler nach der derzeitigen Stimmung, so werden unisono die großartige Atmosphäre, das familiäre Umfeld und die professionellen Bedingungen als Väter des Erfolgs benannt.

Die zukunftsträchtigen Perspektiven des American Football sind aber eben auch bundesweit zu erkennen. Eins steht fest: Die Verantwortlichen von Frankfurt Universe sind nicht einfach auf einen fahrenden Zug aufgesprungen.

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