2:2 unentschieden in Frankfurt

Die Eintracht zeigt den Bayern ihre Adler-Krallen

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Ausgleich

Frankfurt - Die Eintracht hat am Samstagnachmittag entgegen jeglicher Spekulationen den Bayern keinen Sieg beschert. Mit einem 2:2-Unentschieden zeigten die Adler den Münchnern immer wieder aufs Neue ihre Adler-Krallen. 

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Eintracht Frankfurt kann gegen Bayern nur gewinnen

Die Schwächephase des FC Bayern München hält auch nach der Länderspielpause in Frankfurt an. Der deutsche Meister und Tabellenführer der Fußball-Bundesliga spielte gestern selbst in Überzahl nur 2:2 (1:1) bei der Eintracht Frankfurt. Die Leistung der Bayern war dabei noch einmal deutlich schwächer als bei den vorangegangenen Enttäuschungen gegen den 1. FC Köln (1:1) und Atlético Madrid (0:1). Der verdiente Ausgleich der Eintracht durch Marco Fabian in der 78. Minute fiel erst nach einem Platzverweis für Szabolcs Huszti (65./Gelb-Rot). Dabei waren die Münchener vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen den PSV Eindhoven zweimal in Führung gegangen: Arjen Robben traf zum 0:1 (10.), Joshua Kimmich zum 1:2 (62.). 

Doch die Eintracht spielte gegen den großen Favoriten nicht nur mutig und frech, sondern war lange Zeit auch die bessere Mannschaft. Huszti glich vor der Pause zum ersten Mal aus (43.). Das sahen diesmal nur 49.500 Zuschauer, weil der Frankfurter Fanblock nach einem Sportgerichtsurteil wieder einmal leer bleiben musste. Auch nach dem zweiten Unentschieden hintereinander führen die Münchener die Bundesliga-Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung an. Ihre Auftritte haben aber nicht mehr viel mit der teils erdrückenden Dominanz und Selbstverständlichkeit der vergangenen Jahre zu tun. Passiv in der Vorwärtsbewegung und nachlässig im Defensivverhalten überließen die Bayern der Eintracht lange Zeit dieses Spiel und gestatteten ihr dabei gleich mehrere klare Chancen. 

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Noch vor einem Jahr hatten sich die Frankfurter bei diesem Duell (0:0) vor lauter Respekt mit elf Spielern im eigenen Strafraum verbarrikadiert. Bei den Bayern spielte Kingsley Coman für den verletzten Franck Ribéry, Thomas Müller übernahm den Mittelstürmer-Posten des für die Champions League geschonten Robert Lewandowski. Holger Badstuber stand nach seiner Sprunggelenks-Verletzung zum ersten Mal seit dem 10. Februar wieder im Aufgebot. Er saß auf der Reservebank neben Mario Götzes jüngerem Bruder Felix, der aus der U19 aufgerückt war. Die frühe Führung durch Robben tat den Bayern nicht gut. Abgesehen davon, dass David Alaba bei seiner Vorarbeit im Abseits stand, verleitete dieses Tor die Münchener noch mehr zu einem gewissen Laissez-faire.

Anders die überraschend angriffslustige Eintracht: Timothy Chandler traf in der 15. Minute nur den Pfosten, Torjäger Alexander Meier vergab gleich zwei dicke Chancen per Kopf (33./35.). Das 1:1 durch Huszti fiel zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. In der Halbzeitpause kehrten die Bayern einige Minuten früher auf den Platz zurück als ihr Gegner. Dadurch und durch die Einwechselung von Neuzugang Renato Sanches zeigten sie zumindest zeitweise eine Form von Entschlossenheit, die ihnen ansonsten zumeist völlig abging. 

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Das Spiel schien nun wieder den erwarteten Verlauf zu nehmen, weil Coman den Pfosten traf (54.) und eine weitere Großchance vergab (60.), ehe die Bayern durch Kimmich erneut in Führung gingen. Doch sie versäumten es nach diesem Tor und dem Platzverweis für Huszti, energisch auf eine Entscheidung zu drängen. Die Bayern taten nie mehr als unbedingt nötig – und Frankfurt wehrte sich auch in Unterzahl erfolgreich weiter. Der erneute Ausgleich durch Fabian war der Lohn für eine beherzte Eintracht und die Strafe für nachlässige Bayern. dpa

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