Noch ein Tag bis zum Hessenderby

SGE kritisiert Stadt Darmstadt und appelliert an die Fans

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Frankfurt - Die Führung von Eintracht Frankfurt hat an die eigenen Fans appelliert, rund um das brisante Bundesliga-Derby an diesem Samstag nicht nach Darmstadt zu reisen. "Wir wollen ein friedliches Derby. Unsere Aufforderung ist, Provokationen zu vermeiden", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Freitag.

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"Wir haben kein Verständnis für jemanden, der gewaltbereit oder in einer aggressiven Absicht nach Darmstadt fährt." Die Situation vor dem Spiel bei Darmstadt 98 ist gleich in doppelter Hinsicht angespannt. Frankfurter Fans dürfen nach einem Urteil des DFB-Sportgerichts nicht ins Stadion. Stadt und Polizei verhängten darüber hinaus sogar noch ein 36-stündiges Innenstadtverbot, das am Donnerstagabend durch ein Gerichtsurteil wieder gekippt wurde. Die Eintracht wirft der Stadt Darmstadt nun vor, die Sicherheitslage durch diesen "Soloweg2 (Hellmann) weiter verschärft zu haben.

"Es wird jetzt eher so sein, dass einige demonstrativ von ihrem Recht Gebrauch machen werden, in Darmstadt präsent zu sein. Das hätte man verhindern können", sagte Hellmann. "Wir haben versucht, über unsere Kanäle in jeder Hinsicht deeskalierend zu wirken. Aber das ist uns nicht einfacher gemacht worden. Eine Stadt, die über viel Erfahrung mit diesen Dingen verfügt, wäre im Vorfeld auf alle zugekommen. Man hätte versuchen müssen, alle einzubinden, die Fachwissen haben."

Gericht: Innenstadtverbot für Fans mangelhaft begründet

Und das von der Stadt Darmstadt angeordnete Innenstadtverbot für Eintracht-Fans ist nach Ansicht des Verwaltungsgerichts mangelhaft begründet und unverhältnismäßig. "Nicht jeder, der Fankleidung trage, könne ... dem Kreis potenzieller Straftäter zugerechnet werden", heißt es in der am Freitag vorgelegten Begründung der Entscheidung (Az: 3L642/16.DA). Ein generelles Aufenthaltsverbot gegenüber allen Eintracht-Fans sei unverhältnismäßig. dpa

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