Trainer Kovac drückt auf die Euphoriebremse

Eintracht Frankfurt will besonnen gegen Berlin antreten

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Hält nicht nur die SGE-Abwehr zusammen: Gegen Ingolstadt traf David Abraham (rechts) zum 1:0.

Frankfurt – Die Eintracht hat einen gelungenen Saisonstart hingelegt, den man noch vor der Runde für kaum möglich gehalten hätte. Vor allem Marco Fabian entwickelt sich zum Aktivposten. Von Dirk Beutel

Vier Spiele und drei Siege, davon zwei Siege hintereinander: Die Adlerträger sind im Aufwind, mit neun Punkten auf der Haben-Seite. Der Saisonstart ist in jedem Fall geglückt. Es scheint, als würde sich die Handschrift von Trainer Niko Kovac nun endlich zeigen. Vor allem der Sieg gegen Champions-League-Aspirant Bayer Leverkusenließ selbst Kritiker aufhorchen. 

Von einer solchen spielerischen, aber auch moralischen Leistung, war die Frankfurter Eintracht vergangene Saison unendlich weit entfernt. Und dass in der englischen Woche auch ein vermeintlich schwächerer Gegner wie den FC Ingolstadt schlagen konnte, gegen den man in der Bundesliga überhaupt noch nicht gewonnen hat, lässt die Fans anfangen zu träumen. Zuletzt hagelte es gegen die Schanzer auswärts eine 0:2-Niederlage, zuhause ein unglückliches 1:1. Umso erfreulicher war der 2:0-Erfolg vom vergangenen Dienstag für alle Beteiligten.

Auch andere können Tore schießen

Doch Kovac drückt auf die Euphorie-Bremse und hat Recht damit. Schließlich hat man noch nichts fundamentales erreicht. Mit einer Ausnahme: Die Mannschaft macht einen stabileren Eindruck. Sie scheint konstanter in ihrer Leistung und in ihrem Ziel, munteren Offensiv-Fußball zu spielen mit einer robusten Abwehrreihe. Auch wenn es immer noch zu viele Fehlpässe im Eintracht-Spiel zu verzeichnen gibt. 

Aber dank dieser Sicherheit in der Defensive, scheint vor allem einer richtig aufzublühen: Marco Fabian. Der Mexikaner traf zum entscheidenden 2:1 gegen Leverkusen. Außerdem sorgten seine beiden geschossenen Ecken zu den Toren gegen Ingolstadt. Darüber hinaus besticht Fabian durch seine gute Laufleistung. Und noch etwas ist aus Eintracht-Sicht erfreulich, sogar ungewohnt: War man vergangene Saison auf Gedeih und Verderb auf die Treffer von Alex Meier angewiesen, scheinen sich nun auch andere mehr zuzutrauen. Denn gegen die Ingolstadt waren es mit David Abraham und Bastian Oczipka ausgerechnet zwei Defensivspieler, die die SGE auf die Gewinnerstraße führten.

Alex Meier mag die Hertha

Am Samstag kommt um 15.30 Uhr der nächste Prüfstein: Hertha BSC Berlin. Die alte Wirkungsstätte von Niko Kovac und Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Beide kennen den Hauptstadtclub wie ihre Westentasche und wissen, dass man die alte Dame keinesfalls unterschätzen darf. Denn auch wenn die Truppe von Trainer Pal Dardai am Mittwoch 0:3 gegen Bayern München unterlag, macht der Ungar einen guten Job. Berlin hat nämlich ebenfalls drei Siege auf dem Konto durch ein 2:1 gegen Freiburg, ein 2:0 in Ingolstadt und ein 2:0 gegen Schalke. Nur ein Tor trennt die SGE von der Hertha. Und schaut man sich die Statistik an, fällt noch eines auf: Die Hertha scheint Alex Meier gut zu liegen. Dem Stürmer gelangen gegen Berlin in den vergangenen sechs Partien sechs Tore.

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Fotos: SGE-Saisoneröffnung und Spiel gegen Celta de Vigo 

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