Eintracht Frankfurt hat keine guten Erinnerungen an die Breisgauer

Niko Kovac erwartet gegen den SC Freiburg einen harten Kampf

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Sinnbild des Eintracht-Aufschwungs: Marco Fabian ist derzeit Topscorer der SGE.

Frankfurt - Bevor die Bayern am 15. Oktober in die Commerzbank Arena kommen, will die Frankfurter Eintracht in Freiburg drei Punkte holen und weiter auf ihrer Erfolgswelle reiten. Doch Trainer Kovac weiß, dass das gegen die kämpferischen Breisgauer nicht einfach wird. Von Dirk Beutel

Was war das für ein Fußballfest in der Commerzbank Arena vergangenen Samstag gegen Hertha BSC Berlin: Am Ende trennten sich die die Teams der Trainer-Freunde Niko Kovac und Pál Dárdai 3:3. Angefühlt hat sich das Remis am Ende einer turbulenten Partie für die SGE aber wie ein Sieg. Die Stimmung ist gut, das Mannschaftsgefüge scheint harmonisch, die Leistungsträger sind bis auf wenige Ausnahmen fit. Sogar David Abraham, der sich vergangenen Samstag eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen hatte, meldet Einsatzbereitschaft.

Noch dazu stimmt die sportliche Leistung: Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen konnte die Eintracht für sich verbuchen. Am Samstag geht es um 15.30 Uhr für Eintracht Frankfurt in den Breisgau zum Aufsteiger SC Freiburg. Ein vermeintlich schwächerer Gegner, von der Sorte, der die Eintracht in der Vergangenheit oft ins Straucheln brachte. Doch Niko Kovac bleibt auf dem Boden. Der akribische Arbeiter weiß, dass man die Freiburger nicht unterschätzen darf, trotz ihres eher durchwachsenen Saisonstarts. Zwar haben sie ihre Auswärtsspiele gegen Berlin, Köln und Dortmund verloren. Dafür waren sie zu Hause erfolgreich und schlugen Mönchengladbach und den HSV. Das muss man als Aufsteiger erst mal schaffen.

Es macht wieder Spaß, der Eintracht zuzuschauen

Ähnliches könnte auch der Eintracht drohen: Die Erinnerungen an Freiburg sind zumindest nicht die besten: Die vergangenen drei Bundesliga-Partien gingen verloren. Zuletzt gab es einen 4:1-Heimerfolg für die Freiburger. Unvergessen: Das Debüt von Nils Petersen, der Frankfurt mit drei Toren im Alleingang abschoss. Doch daran mögen die Adlerträger nicht denken. Warum auch? Sie zeichnen sich momentan durch ihre Kontinuität und ihre offensive Spielfreude aus. Man geht wieder vermehrt in Eins-gegen-Eins-Situationen. Und es macht einfach wieder Spaß, der Eintracht zuzuschauen. Das ist mitunter ein Verdienst von Topscorer Marco Fabian. Ihm gelangen in den vergangenen drei Partien zwei Treffer und zwei Vorlagen.

In der Defensivabteilung machen vor allem Jesús Vallejo und Michael Hector und von sich reden. Letzterer krönte seine gute Leistung gegen Berlin mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3. Vallejo, die 19-jährige Leihgabe von Real Madrid, fällt kaum auf. Er ist ein trotz seines Alters äußerst effizienter Verteidiger, aber ein Leisetreter. Das genaue Gegenteil von Carlos Zambrano. Zumindest die Robustheit des Peruaners wird die Eintracht gegen Freiburg brauchen. Denn Kovac weiß, dass die Breisgauer auf dem Platz körperlich zur Sache gehen, und sehr laufstark sind. Kovac: „Das Schwarzwald-Stadion ist schon eine Festung.“

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