High-Noon im hohen Norden

Die Eintracht vor dem Abstiegsfinale bei Werder Bremen

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Streckt sich die SGE heute das letzte Mal in der Saison für den Klassenerhalt? Stefan Aigner (links) und David Abraham im Training unter der Woche.

Frankfurt – Mehr Spannung geht kaum: Das große Finale um den Bundesliga-Abstiegskampf steigt morgen im Bremer Weserstadion. Die Frankfurter Eintracht braucht nur noch einen Punkt, um doch noch die Klasse direkt zu halten. Von Oliver Haas

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Die Ausgangslage ist klar: Nur noch einen Punkt braucht die Eintracht im morgigen Spiel bei Werder Bremen, um die Klasse zu halten. Eine Situation von der auch die kühnsten Eintracht-Optimisten vor einigen Wochen wohl kaum zu träumen gewagt hatten. Doch möglich gemacht hat dies eine furiose Siegesserie der Hessen in den Partien gegen Mainz, Darmstadt und Dortmund

Beim vierten Sieg in Folge gegen Bremen kann die Eintracht am Ende gar bis auf Platz zwölf klettern. Genau so klar: Bei einer Niederlage geht´s in die Relegation gegen den Club aus Nürnberg. Und auch ein Direktabstieg ist noch theoretisch möglich. Wenn die SGE in Bremen 0:3 verliert und gleichzeitig Stuttgart 3:0 in Wolfsburg gewinnt, dann geht´s für Frankfurt direkt in die Zweite Liga. Doch die Eintracht-Fans, von denen über 5000 heute die Mannschaft im hohen Norden unterstützen, scheinen nach der Siegesserie euphorisch und glauben an den direkten Klassenerhalt.

Die Eintracht Fans sind optimistisch

Bei einer Online-Umfrage auf www.extratipp.com gehen knapp 80 Prozent davon aus, dass die Eintracht mindestens einen Punkt holt. An ein Nachsitzen in der Relegation und spätere Rettung glauben nur 14 Prozent. Und Abstieg nach Relegation oder gar Saison-Ende auf Platz 17 und Direktabstieg befürchten nur je drei Prozent der Fans. Für Werder Bremen ist die Sache ebenso klar: Um den Relegationsplatz zu verlassen, müssen sie die Eintracht schlagen. Allerdings könnte es auch zu einer interessanten Tabellenkonstellation für die Nordlichter kommen. Nämlich dann, wenn es im Weserstadion unentschieden steht und Stuttgart in Wolfsburg führt. Bleibt es dabei, dann ist Stuttgart direkt abgestiegen und Bremen muss in die Relegation. 

Kassiert Bremen dann aber noch ein Tor gegen die SGE und verliert, dann geht es für Werder direkt runter und der VfB springt auf den Relegationsplatz. So muss das Team von Werder-Trainer Viktor Skripnik abwägen, ob sie in dieser Situation auf das Siegestor drückt, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Oder ob sie den Punkt mitnehmen, um nicht in einen Konter zu laufen und am Ende mit leeren Händen dastehen.

Viele Tore sind fast garantiert

Tore dürften bei der Partie garantiert sein, da Bremen zum einen den fünftbesten Sturm der Liga hat (49 Tore geschossen), aber auch die zweitschlechteste Abwehr (65 Tore kassiert). Bei der Eintracht ist nach der Gelbsperre Stürmer Haris Seferovic wieder dabei. Bitter ist allerdings, dass dieses Mal der zuletzt formverbesserte Szabolcs Huszti auch wegen Gelbsperre nicht spielen kann. Bei Werder ist Fin Bartels gesperrt. 

Extra-Applaus gab es in dieser Woche für Alex Meier. Das erste Mal nach langer Zeit konnte er wieder mit der Mannschaft trainieren. Womöglich steht er auch im Kader gegen Bremen, und es könnte zu einem Kurzeinsatz für den amtierenden Torschützenkönig kommen. Und für den scheidenden Heribert Bruchhagen hat die Eintracht offenbar einen Nachfolger gefunden. Fredi Bobic steht nach Medienberichten vor einem Vertragsabschluss. Der 44-jährige Ex-Nationalspieler und frühere Manager des VfB Stuttgart soll nach Saisonende als neuer Sport-Vorstand präsentiert werden. Was halten die EXTRA TIPP-Leser davon, wenn Bobic künftig die sportlichen Geschicke der Eintracht leitet? Hier geht´s zur Online-Abstimmung über den möglichen neuen SGE-Funktionär.  

Und Bruder Paulus aus Frankfurt hat zum vierten Mal sein Gebet für die Eintracht gesprochen. Als Glücksbringer kann es auf der EXTRA-Tipp-Facebookseite geteilt werden.

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