17 Träume und ein halber vom Triumph am Zuckerhut

Diese Sportler aus der Region sind bei Olympia in Rio dabei

+
Die für Frankfurt startende Gesa Krause (auf dem Balken in der Mitte mit dem Namensschild „Krause“) beim Hindernislauf.

Rio de Janeiro - Am Freitag starten die Olympischen Spiele in Rio. Auch aus unserer Region gehen Sportler an den Start. Der EXTRA TIPP stellt sie vor und schätzt ihre Chancen ein. Von Jens Dörr

Zika-Virus hin, Staatsdoping in Russland (und diverse ähnliche Vorfälle auch andernorts) her: Für jene Sportler, die ab dem kommenden Wochenende bei den Olympischen Spielen um Medaillen, Platzierungen, Bestmarken, Ruhm und Ehre sowie die ganz große öffentliche Bühne kämpfen, ist der Trip nach Rio de Janeiro in vielen Fällen der Höhepunkt ihrer gesamten Karriere. Auch 17 Frauen und Männer aus Vereinen, die im Verbreitungsgebiet des EXTRA TIPPs liegen, haben sich qualifiziert (umfasst Main-Taunus und Hochtaunuskreis, die Städte Frankfurt, Offenbach, Mörfelden-Walldorf und Teile von Hanau sowie den Kreis Offenbach und den Altkreis Dieburg). Einer reist mit, weiß aber noch nicht, ob er sein Können zeigen darf. Alle Athleten aus den hiesigen Vereinen in der Übersicht:

Lesen Sie auch: 

Harting "verabscheut" IOC-Präsident Thomas Bach

Frauen-Fußball:
Mit fünf Spielerinnen des FFC Frankfurt reist die deutsche Nationalmannschaft nach Brasilien – und zählt dabei zu den Titelfavoritinnen. Saskia Bartusiak (33), Kathrin Hendrich (24) und Mandy Islacker (27) spielen auch in der kommenden Saison für den Frauen-Fußball-Club. Dszenifer Maroszan (24) und Simone Laudehr (30) gehen künftig für Paris St. Germain beziehungsweise den VfL Wolfsburg auf Torejagd. Mit Ausnahme von Bartusiak gewannen alle im vergangenen Jahr die Champions League. Bartusiak und Laudehr gehörten bereits dem Olympia-Team an, das 2008 in Peking Bronze holte. Mit der Nationalelf ist dem Quintett in Brasilien der Titel zuzutrauen.

Leichtathletik: Gleich sechs Sportler der Frankfurter Eintracht dürfen sich in Kürze den olympischen Traum erfüllen. Hammerwerferin Betty Heidler (32) gewann 2012 in London Bronze, ist eine Anwärterin auch auf Gold. Hammerwerferin Kathrin Klaas (32) wurde 2012 Fünfte, zumindest Bronze scheint an einem sehr guten Tag auch diesmal in Reichweite. Eine Medaillenhoffnung ist spätestens seit ihrem EM-Titel über das 3000-Meter-Hindernis auch Shootingstar Gesa Felicitas Krause (23). Trotz ihrer jungen Jahre ist es für sie bereits die zweite Olympia-Teilnahme. Schon 2012 stand sie im Finale, wurde Achte. Siebenkämpferin Claudia Rath (30) sollte als WM-Fünfte des Vorjahrs mit Blick auf Edelmetall wohl nicht chancenlos sein. Für die 1500-Meter-Läuferin Diana Sujew wäre schon der Einzug in den Finallauf ein großer Erfolg. Bei den Männern sollte dies Homiyu Tesfaye (23) gelingen. Dem EM-Fünften von 2014 stehen ob seiner jungen Jahre aber noch bis zu zwei weitere Olympia-Chancen bevor.

Die größten Doping-Skandale der Sportgeschichte

Rhythmische Sportgymnastin: Die aus Obertshausen stammende und dem TV Eschborn angehörende Sina Tkaltschewitsch (17) ist die einzige Hessin im Rio-Aufgebot der Sportgymnastinnen und zugleich die Jüngste im Bunde. Zu den Großmächten dieser Sportart zählt Deutschland derzeit noch nicht. Bei Welt- und Europameisterschaften landeten die Gymnastinnen im Team in den vergangenen Jahren an den Geräten Keulen, Band, Ball und Reifen zwar nicht in den Medaillen, mehrmals aber unter den Top Ten.

Rudern: Jonathan Koch (30) von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania darf im Leichtgewichts-Rudern ran. Olympia-Luft kennt der EM-Dritte von 2013 bereits von Peking 2008 (neunter Platz). Ein „halber“ Traum geht für Vereinskollege Sven Keßler (25) in Erfüllung, der in der Disziplin Leichter Riemen als Ersatzmann auf einen Einsatz zumindest hoffen darf.

Schießen: Die Sportschützen Oliver Geis (25) und Christian Reitz (29) nehmen normalerweise für den TV Kriftel maß – und nun für die Bundesrepublik an der Copa Cabana. Geis schießt mit dem Gewehr, gewann im Einzel und mit der Mannschaft schon EM- und WM-Gold. Reitz (Mannschafts-Weltmeister 2014 und Bronzegewinner im Einzel) zählt an der Schnellfeuerpistole zu den Mitfavoriten.

Schwimmen: Sarah Köhler (22, 400 und 800 Meter Freistil) und Jan-Philip Glania (27, 100 und 200 Meter Rücken, beide SG Frankfurt) sind nominiert und für den Einzug ins Finale der besten acht Schwimmer gut. Vor vier Jahren verpasste Glania den Endlaufeinzug zweimal.

Das könnte Sie auch interessieren: Olympia: Polizei nimmt nächsten Terrorverdächtigen fest

Die größten Sensationen der Sportgeschichte

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Kommentare