In der Darmstädter Innenstadt

Vor Derby: Prügelei zwischen Eintracht- und Lilien-Fans

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Symbolbild

Darmstadt/Frankfurt - Am Wochenende herrscht in der Darmstädter Innenstadt ein Aufenthaltsverbot für Eintracht-Anhänger. Die Polizei will während des brisanten Bundesliga-Derbys Fankrawalle verhindern. Das hielt eine teils vermummte Schar jedoch nicht davon ab, schon am Dienstag anzureisen. 

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Wie die Polizei heute mitteilte, hatten sich zunächst 70 bis 90 Fans der Eintracht Frankfurt in einer Darmstädter Szenekneipe der Lilienfans in der Schulstraße getroffen. Zeugen identifizierten diese dort nicht bekannten Personen schnell als Fans der Frankfurter Eintracht. Nach Ende des ausgestrahlten Championsleague-Spiels sammelte sich die Gruppe von etwa 70 bis 90 Personen vor der Gaststätte, vermummte sich und lief Richtung Innenstadt. Hierbei wurde auch Pyrotechnik gezündet und eine Hauswand in der Karlstraße verschmiert.

Zwischenzeitlich hatten auch die Darmstädter Fans von der Anwesenheit der Frankfurter erfahren und sich verabredet. Gegen 22 Uhr trafen beide Fanlager in der Holzstraße aufeinander und es kam zu einer Schlägerei. Nach dieser liefen die Beteiligten in verschiedene Richtungen davon. Über verletzte Personen ist der Polizei nichts bekannt.

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Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen kontrollierte die Polizei unter anderem sieben Personen in der Martinstraße. Alle Personen waren bereits in der Vergangenheit wegen Gewalttaten in Zusammenhang mit Fußballspielen auffällig gewesen und wurden zweifelsfrei der Frankfurter Ultra-Szene zugeordnet. Die Polizei geht davon aus, dass die Personen an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Zur Verhinderung weiterer Auseinadersetzungen wurde die Gruppe bis Mittwochmorgen in Polizeigewahrsam genommen.

Aus Angst vor Randale beim Derby der beiden abstiegsbedrohten Erstligisten am Samstag war wenige Stunden zuvor neben dem Stadion auch die Darmstädter Innenstadt für die Gäste-Fans zur Sperrzone erklärt worden. Für die Frankfurter Anhänger gelte 36 Stunden lang „ein Aufenthaltsverbot für die erweiterte Darmstädter Innenstadt“, hatte Polizei-Einsatzleiter Bernd Denninger am Dienstag mitgeteilt. „Wir wollen dafür sorgen, dass es keine Angsträume gibt“, begründete Darmstadts Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer die außergewöhnliche Maßnahme. Die Fanorganisation „Nordwestkurve Frankfurt“ hatte das Verbot umgehend scharf kritisiert. dpa/red

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