FFC bricht auseinander

Das war vergeblich: Kerstin Garefrekes schießt aufs Wolfsburger Tor. Foto: dpa

Der 1. FFC Frankfurt fällt auseinander. Nach dem Scheitern in der Champions League folgt der Umbruch. Von Manfred Schäfer

Frankfurt – Am Mittwoch feierte der 1. FFC Frankfurt mit dem 5:1 gegen Jena mal wieder ein Erfolgserlebnis. Zu spät, um noch über den zweiten Platz in der Bundesliga die Champions League zu erreichen. Das wird sich Wolfsburg nicht mehr nehmen lassen.

Die Abgänge von Dzsenifer Marozsan (Lyon) und Kerstin Garefrekes (Karriereende) waren da ja schon klar. Aber auch Simone Laudehr wird den Verein verlassen. Die Mittelfeldspielerin wechselt zum Deutschen Meister Bayern München. Manager Siggi Dietrich hat Verständnis: „Auch wenn wir Simone gerne behalten hätten, können wir ihren Wunsch nachvollziehen, sich nach vier erfolgreichen Jahren beim 1. FFC Frankfurt mit einem Wechsel zum Deutschen Meister FC Bayern München sportlich neu zu orientieren, damit weiterhin in der Champions League zu spielen und in die Nähe ihrer Heimat zurückzukehren.“

Aber neben den drei Spielerinnen werden noch weitere den Verein verlassen: Anke Preuß, Emily van Egmond, Sophie Schmidt und Yuki Ogimi wollen oder sollen den Verein verlassen.

Dietrich weiß: „Wir werden in diesem Jahr einen großen Umbruch haben. Das haben wir gewusst. Wir können mit unseren finanziellen Mitteln nicht mehr mit den großen Vereinen mithalten, die einen Männer-Bundesligisten hinter sich haben. Wir sind nun mal ein reiner Frauenfußball-Verein und unser Etat ist nur halb so groß, wie der von Bayern oder Wolfsburg.“

Der Frankfurter Macher wird aber den Kopf nicht in den Sand stecken: „Wir setzen vor allem auf junge Spielerinnen aus den eigenen Reihen, die wir heranführen wollen. Dazu kommen natürlich auch noch Neuzugänge. In zwei bis drei Jahren wollen wir dann wieder oben dabei sein.“

Man darf gespannt sein, wie lange das die verwöhnten Fans mitmachen. Gegen Jena kamen schon mal nicht mehr 1000.

Kommentare