Nach acht Jahren muss der FSV wieder in die Dritte Liga – Ex-Boss Bernd Reisig teilt heftig aus

Allgemeine Schockstarre in Bornheim

Frankfurt – Was für ein bitterer Abstieg. Ein einziges Pünktchen aus den letzten elf Spielen hätte zumindest für die Relegation gereicht.

In der vergangenen Woche gab’s dann einiges aufzuräumen. Ex-Geschäftsführer Bernd Reisig ging mit den Verantwortlichen hart ins Gericht: „Der FSV ist eine Sekte geworden. Es wird niemand informiert. So geht der Verein den Bach hinunter.“

Das Präsidium und FSV-Boss Clemens Krüger wehrten sich: „Sachliche Kritik ist erwünscht. Aber das geht zu weit.“ Nachdem die Scharmützel jetzt offenbar beendet sind muss der Blick nach vorne gehen.

Einige wichtige Dinge sind zu klären: Bekommt man überhaupt die Lizenz für die dritte Liga? Krüger: „Wir müssen bis zum 31. Mai noch ein paar Sachen erfüllen, aber das kriegen wir hin.“

Soll Trainer Falko Götz bleiben? Krüger: „Wir haben mit ihm gesprochen. Aber es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Wer soll neuer Sportchef werden? Krüger: „Auch hier werden Gespräche geführt.“ Da wird der Ex-Paderborner Michael Born genannt oder auch Ex-Spieler Jochen Kientz. Aber warum fragt man nicht einfach mal Hanno Balitsch, der letzte Saison noch für den FSV gespielt hat und einen Abschluss in Sportmanagement hat?

Welche Spieler sollen gehalten werden? Krüger: Wir sprechen derzeit mit einigen Spielern aus dem alten Kader.“ Der EXTRA TIPP weiß: Manuel Konrad, Denis Epstein, Alex Huber, Marc Kruska, Sören Pirson und Eddi Kapllani hätten Interesse zu bleiben. Pirson: „Dieser harte Kern hat sich zusammengesetzt. Wenn der Verein es schafft, uns zusammenzuhalten und darum eine vernünftige Truppe aufbauen kann, kann man nächste Saison eine gute Rolle spielen.“

Viel Arbeit wartete also für Krüger und seine Mitstreiter. Geplant ist ein Gesamtetat von fünf Millionen Euro, davon 2,2 Millionen Euro für die Spieler.

Klar ist: Es wird schwer, mit diesem Geld eine Mannschaft zu bauen, die wieder um den direkten Wiederaufstieg in die Zweiten Bundesliga mitspielt. msä

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