Mit sieben Neuen gegen die SGE?

Darmstadt 98 fiebert Derby gegen Eintracht Frankfurt entgegen

Darmstadt – Nach dem enttäuschenden 0:2 vor einer Woche in Köln will der SV Darmstadt 98 am kommenden Samstag mit seinem ersten Saisonheimspiel „richtig“ in die neue Runde starten. Gegner ist dann die Frankfurter Eintracht.

Nach einer großen Einkaufstour im Sommer dürften die Darmstädter mit sechs bis sieben Zugängen in der Startelf auflaufen. Theoretisch könnten sie sogar eine ganze Mannschaft nur mit neuen Spielern auf den Rasen bringen.

Stürmer Roman Bezjak (für geschätzte zwei Millionen Euro als Rekordtransfer aus Rijeka geholt) sowie Links- und Innenverteidiger Leon Guwara (ausgeliehen von Werder Bremen II) waren unter der Woche die neuesten Neuen am Böllenfalltor. Gerade bei Bezjak lehnten sich die 98er finanziell weiter aus dem Fenster als bei jedem anderen Spieler ihrer Vereinsgeschichte. Mit vier Millionen Euro für 15 neue Akteure – was bei ebenso vielen Abgängen auch Not tat – verprassten die Südhessen ihr Geld dennoch nicht mit vollen Händen.

Dominik Stroh-Engel hat wohl keine Chance mehr

Bei Bezjak, der dieses Wochenende noch mit der slowenischen Nationalmannschaft verreisen sollte, dürften es sich die Verantwortlichen angesichts der hohen Summe nicht lange leisten, ihn auf die Bank zu setzen. Sollte er gegen die Eintracht von Beginn auflaufen, hätte er aber erst drei bis vier Trainingseinheiten zusammen mit seinen neuen Mitspielern absolviert. Mehr Bindung zu den Hinterleuten haben hingegen Sven Schipplock und Antonio-Mirko Colak. Der einzige aus der Vorsaison verbliebene Stürmer, Dominik Stroh-Engel, dürfte selbst mit Blick auf einen Platz im 18-Mann-Kader chancenlos sein. Darmstadts Sportlicher Leiter Holger Fach macht keinen Hehl daraus, dass er Stroh-Engel, der noch ein Jahr Vertrag besitzt, gern bei einem anderen Verein untergebracht hätte.

Neuzugang Torwart Michael Esser scheint Platz sicher zu haben

Aus der Vorsaison dürften gegen die Eintracht letztlich nur die dann wieder genesenen Aytac Sulu und Peter Niemeyer sowie Marcel Heller und Jerôme Gondorf beginnen, vielleicht noch Sandro Sirigu. Er könnte als Rechtsverteidiger den in Köln extrem schwachen Ukrainer-Zugang Artem Fedetskyy ersetzen, aber auch im Mittelfeld Änis Ben-Hatira. Der würde seinem Ex-Klub Frankfurt zwar gern zeigen, dass es ein Fehler war, ihn gehen zu lassen, steht aber noch nicht voll im Saft. Unter den neuen Spielern scheint vorerst nur Torwart Michael Esser seinen Platz in der Startelf sicher zu haben. Neben Sulu könnten Immanuel Höhn und Alexander Milosevic verteidigen, links hinten für Holland nun Guwara. Hinter der Spitze bietet sich insbesondere der ungarische Nationalspieler Laszlo Kleinheisler als Alternative für Mario Vrancic an. Spielen Sirigu, Vrancic und Holland von Beginn an, stünden zusammen mit Sulu, Niemeyer, Gondorf und Heller in der Summe doch sieben Spieler der vergangenen Saison in der Startelf. Trainer Norbert Meier darf in den kommenden Tagen also fleißig puzzeln. jd

Das könnte Sie auch auch interessieren: Lilien-Coach Meier beklagt Schwierigkeiten bei der Spielersuche

Fotos: SV Darmstadt 98 startet ins Training

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden!

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare