Champions-League-Rückspiel gegen Wolfsburg

1.FFC Frankfurt droht Abschied vom großen Frauen-Fußball

Kerstin Garefrekes schießt mit voller Wucht. Solche Entschlossenheit wird auch im Rückspiel der Champions-League gegen Wolfsburg gefragt sein. Garefrekes wird am Ende der Saison ihre Karriere beenden. Foto: Hübner

Frankfurt –  Geht am Sonntag (15. 15 Uhr, Stadion am Brentanobad/live auf Eurosport) eine Ära zu Ende? Nach dem 0:4 im Hinspiel in Wolfsburgkönnte es das letzte Champions League-Spiel für den 1. FFC Frankfurt für längere Zeit sein. Von Manfred Schäfer

Die Frankfurterinnen, seit Jahren Seriensieger in allen möglichen Wettbewerben, stehen vor einem Umbruch. An eine Wende im Rückspiel gegen Wolfsburg glaubt niemand mehr. Heißt: Über den erneuten Gewinn der Champions League kann man sich nicht mehr qualifizieren. In der Bundesliga liegt man vier Punkte hinter Wolfsburg auf dem dritten Platz. Nur der erste und zweite Platz berechtigen zur Teilnahme an der Champions League im nächsten Jahr.

Garefrekes und Marozsan verlassen Verein

Heißt im Klartext: Es gibt in der nächsten Saison keinen internationalen Frauenfußball mehr in Frankfurt. Und wohl nicht nur in der nächsten Saison, sondern auf Jahre hinaus. Man muss ohne die Leistungsträgerinnen Kerstin Garefrekes (Karriereende) und Dzsenifer Marozsan (wird den Verein verlassen) auskommen. Selbst der sonst immer optimistische Manager Siggi Dietrich gibt zu: „Wir können in Zukunft finanziell nicht mit den Vereinen mithalten, die eine Männermannschaft hinten dran haben. Wir werden versuchen mehr auf Spielerinnen aus der eigenen Jugend zu setzen. Da kann es auch mal sein, dass wir in der Bundesliga nur Vierter werden.“

Trainer Ross: "Im Fußball ist vieles möglich"

Jetzt schaut Trainer Matt Ross aber erst mal auf das Spiel gegen Wolfsburg, und er hat noch nicht aufgegeben: „Nach der großen Enttäuschung über die Hinspiel-Niederlage und insbesondere über die Art und Weise, wie diese zustande gekommen ist, gehen wir nun keineswegs ohne Ambitionen in das Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg. Wir wissen alle, dass ein Ergebnis, das uns doch noch weiterkommen lässt, wenig realistisch erscheint. Doch wäre es falsch, ohne dieses Ziel in die Partie zu gehen. Im Fußball ist vieles möglich und immer wieder hat es in der Vergangenheit verrückte Wendungen gegeben.“

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FFC-Manager Siggi Dietrich weiß aber, dass es kaum noch realistische Chancen gibt: „Natürlich hoffe ich nach der bitteren 0:4-Niederlage, wie jeder in Frankfurt, auf ein Wunder! Genauso weiß aber auch jeder, dass diese Chance kaum sehbar klein ist.“

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