Die Britin Katarina Johnson-Thompson 

Siebenkämpferin gelingt Unglaubliches - und wird nicht belohnt

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Hätte Katarina Jonhson-Thompson eine andere Disziplin gewählt...

Rio de Janeiro - Katarina Johnson-Thompson ist eine britische Siebenkämpferin, die sich in Rio den sechsten Platz sichern konnte. Ihr ist etwas Unglaubliches gelungen. Doch belohnt wurde sie dafür nicht.

Der Siebenkampf, das weibliche Pendant zum Zehnkampf - genauso hart, genauso anstrengend. Vielseitigkeit ist hier gefordert und vor allen Dingen auch mentale Stärke. Innerhalb zweier Tage müssen die Sportlerinnen einen 100-Meter-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen, einen 200-Meter-Lauf, Weitsprung, Speerwurf und einen 800-Meter-Lauf absolvieren. Die Britin Katarina Johnson-Thompson hat genau das getan, und zwar äußerst erfolgreich.

Die 23-Jährige sicherte sich in Rio de Janeiro den sechsten Platz. Über die 200 Meter war sie mit einer Zeit von 23,26 Sekunden die schnellste unter den Siebenkämpferinnen und auch im Weitsprung zeigte sie mit 6,51 Metern eine überragende Leistung. Doch in einer Disziplin, war sie noch besser.

Hochsprung - Olympischer Rekord der Siebenkämpferinnen 

Im Hochsprung zeigte die junge Britin eine alles überragende Leistung und übersprang 1,98 Meter. 15 Zentimeter höher, als sie selbst groß ist. Damit brach sie den britischen Rekord im Hochsprung der Siebenkämpferinnen, selbiges gilt für den Olympischen Rekord. 

Auf dem Foto, das die Sportlerin auf Instagram veröffentlichte, sieht man ihre Freude über diese Höhe. Aber was wäre gewesen, wenn sie bei den Spezialistinnen angetreten wäre?

Verpasstes Gold im Hochsprung

Wäre die junge Britin im Hochsprung bei den Spezialistinnen angetreten - und hätte sie dort ihre Leistung abgerufen - ja, dann wäre sie jetzt Olympiasiegerin. Der Altmeisterin Ruth Beitia aus Spanien hatten übersprungene 1,97 Meter für Olympia-Gold gereicht. Ein Zentimeter weniger, als Johnson-Thompson sprang. 

Die 23-Jährige hatte sich offenbar nicht für den Hochsprung angemeldet, weil sie gedacht hatte, es sei nicht ihre Königsdisziplin. Rückblickend dürfte sie sich darüber mächtig ärgern.

Doch gleiches gilt auch für die Belgierin Nafissatou Thiam. Auch sie übersprang im Siebenkampf 1,98 Meter und hätte damit die 37-jährige Beitia auch hinter sich gelassen. Sie hatte sogar einen Fehlversuch weniger als Johnson-Thompson. Ihr Vorteil: Sie gewann Gold im Siebenkampf. Aufgrund ihrer tollen Leistung wurde ihr offenbar sogar die Ehre zuteil, die belgische Fahne bei der Abschlussfeier zu tragen.

Olympic Games are over, what a journey it has been. Ready to start a new one! #rio2016 #tokyo2020

Ein von ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀Nafi Thiam (@thiam_nafi) gepostetes Foto am

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sdm

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