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Olympia-Nacht: 19. Gold für Phelps - DFB-Elf droht Aus

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Rekord-Olympiasieger Michael Phelps (links) holt sein 19. Gold. Und Deutschland droht das Aus im Fußball.

Rio - Olympia 2016 in Rio: Rekord-Olympiasieger Michael Phelps holt sein 19. Gold. Und Deutschland droht das Aus im Fußball. Alle Ergebnisse der Olympia-Nacht.

Die wichtigsten Ergebnisse der Olympia-Nacht auf Montag:

  • Schwimmen: Drei Weltrekorde sorgen für Stimmung im Aquatic Center. Bei den Frauen schwimmt die Schwedin Sarah Sjöström über 100 Meter Schmetterling ebenso in Rekordzeit zu Gold wie die Amerikanerin Katie Ledecky über 400 Meter Freistil. Bei den Männern verbessert der Brite Adam Peaty seine eigene Bestmarke. Der amerikanische Rekord-Olympiasieger Michael Phelps holt mit der Freistil-Staffel über 4 x 100 Meter sein 19. Gold. Im deutschen Lager sorgt Paul Biedermann für Hoffnung. Der 30-Jährige erreicht mühelos das Finale über 200 Meter Freistil.
  • Tischtennis: Fahnenträger Timo Boll gewinnt sein Auftaktspiel mit Ach und Krach. Gegen den Russen Alexander Shibajew zittert sich der sechsmalige Europameister zu einem 4:3.
  • Fußball: Die deutschen Kicker müssen um den Einzug ins Viertelfinale zittern. Beim 3:3 Gegen Südkorea rettet Serge Gnabry in der zweiten Minute der Nachspielzeit wenigstens einen Punkt.
  • Turnen: Die deutsche Frauen-Riege hat zum ersten Mal in der olympischen Geschichte ein Team-Finale erreicht. Mit 171,263 Punkten landeten die Deutschen auf Platz sechs und haben damit schon vorab die beste Mannschafts-Platzierung seit der Wiedervereinigung erzielt.
  • Tennis: Topfavorit Novak Djokovic hat sich im Einzel überraschend in der ersten Runde verabschiedet. Der serbische Weltranglisten-Erste verlor sein hochklassiges Erstrunden-Match gegen den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro 6:7 (4:7), 6:7 (2:7).
    Hier finden Sie den Medaillenspiegel zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.

Dieser Moment wird in Erinnerung bleiben:

Nach dem großartigen Tennismatch zwischen Djokovic und del Potro wurden die Protagonisten von ihren Emotionen übermannt. Erst hatte del Potro bei der innigen Umarmung mit Djokovic Tränen in den Augen, dann weinte der Weltranglistenerste aus Serbien beim Abgang vom Centre Court.

Das holte Deutschland am zweiten Olympia-Tag:

Eine Medaille gab es nicht. Die Hoffnungen im Fechten und Frauen-Radsport erfüllten sich nicht, auch die Fußballer konnten kaum überzeugen. Doch es gab auch Lichtblicke: Paul Biedermann im Schwimmbecken, die Handballer und Tennis-Ass Angelique Kerber bewältigten ihre Pflichtaufgaben.

Und sonst noch?

Ein stürmischer Wind wirbelte das Olympia-Programm am zweiten Wettkampftag durcheinander. Die Ruderer, darunter fünf deutsche Boote, konnten gar nicht aufs Wasser. Die Vorläufe im Kanu-Slalom begannen ebenso mit Verspätung wie die Tennispartie von Deutschlands Medaillenhoffnung Angelique Kerber.

Kurios: Nordkoreanischer Gewichtheber entschuldigt sich für Silber

Der Gewinn einer olympischen Silbermedaille mag für viele Athleten ein Traum sein - der nordkoreanische Gewichtheber Om Yun Chol sieht darin einen Grund zur Entschuldigung. "Mit einer Silbermedaille kann ich für mein Volk kein Held sein", sagte der 24-jährige Nordkoreaner nach dem Medaillengewinn am Sonntag (Ortszeit) in Rio de Janeiro voller Reue.

Ganz besonders schmerze ihn das Verfehlen der Goldmedaille, wenn er an den verstorbenen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il denke. "Er wird für immer meine Inspiration bleiben", sagte der offenkundig regierungstreue Muskelsportler. "Ich hoffe, dass ich bei der nächsten Gelegenheit meine Dankbarkeit mit Gold ausdrücken kann."

Bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in London hatte Om die Goldmedaille gewonnen und war mit seinem jungenhaft-freundlichen Auftreten zu einem Publikumsliebling gewonnen. In Rio landete er hinter dem chinesischen Gewichtheber Long Qingquan auf Platz zwei.

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