Mitfavoriten auf Edelmetall im Beachvolleyball

Perfekter Start für Ludwig/Walkenhorst: "Ein sehr gutes Gefühl"

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Laura Ludwig (r.) und Kira Walkenhorst.

Rio de Janeiro - Zweites Spiel, zweiter Sieg: Für das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst läuft es auf dem Weg zur angestrebten Medaille perfekt.

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst posierten lachend vor den Kameras, machten mit den deutschen Fans die Welle und schrieben dann glücklich Autogramme. Nach zwei klaren Siegen in den ersten beiden Spielen ist die Olympia-Stimmung bei den deutschen Beachvolleyball-Europameisterinnen glänzend.

"Das ist ein sehr gutes Gefühl. Von der Leistung her war das schon sehr gut", sagte Ludwig nach dem nie gefährdeten 2:0 (21:17, 21:11) gegen Jamie Lynn Broder und Kristina Valjas aus Kanada: "Es hat vieles sehr gut geklappt." Ihre Partnerin Walkenhorst meinte selbstbewusst: "Hier sind zwar viele Teams, die das Potenzial haben, jeden zu schlagen. Aber wenn wir unser Spiel so durchziehen, gilt das auch für uns."

Dominanz über die gesamte Saison

Wären die Konkurrentinnen nicht ohnehin schon vor dem in dieser Saison dominierenden Duo gewarnt, spätestens nach den ersten beiden Siegen sollten sie es sein. Selbst ihr Trainer Jürgen Wagner, der Julius Brink und Jonas Reckermann zu Olympia-Gold in London geführt hatte, klatschte auf der Tribüne. "Das ist sehr ungewöhnlich", sagte Ludwig mit einem Lachen.

Schon zum Auftakt hatten sie den ägyptischen Außenseiterinnen Doaa Elghobashy/Nada Meawad keine Chance gelassen. "Die Nervosität war definitiv geringer, es hat sehr gut geklappt", sagte Walkenhorst nach dem Sieg gegen die Kanadierinnen: "Wir wollen auch das dritte Spiel gewinnen." Am Donnerstag geht es im abschließenden Spiel gegen die Italienerinnen Marta Menegatti und Laura Giombini.

Europameisterinnen, Weltranglistenerste: Olympiasieger Brink bezeichnete die beiden Deutschen schon im Vorfeld als "Goldmedaillenfavoritinnen". Ludwig/Walkenhorst "haben zuletzt alles auf der Major Series abgeräumt und so Beachvolleyball gespielt, wie es kein anderes Team derzeit kann", sagte Brink. Vor allem im Aufschlag und der Block-/Feldabwehr sind die Deutschen derzeit ihren Gegnerinnen einen Schritt voraus.

Der Weg zu Olympia war steinig

Ein Grund für die Topleistungen: Ihr schwieriger Weg nach Rio. Erst war Walkenhorst mehrere Monate wegen Pfeifferschem Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt, danach verzögerte eine Knieverletzung das Comeback. "Im Nachhinein sind wir alle gestärkt aus der Situation herausgegangen. Als Team hat uns das noch enger zusammengeschweißt und noch härter trainieren lassen, um unseren Traum zu erfüllen", sagte Walkenhorst.

Das erste Ziel auf dem Weg dahin haben sie mit der Qualifikation geschafft. Doch dabei wollen sie es nicht belassen. "Es ist ja nicht zu verschweigen, dass wir sehr gute Wochen gehabt haben", sagte Ludwig: "Da kann man nicht sagen, dass wir nicht um eine Medaille mitspielen wollen." Das Gegenteil ist der Fall.

SID

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