Kautabak war schuld

Rätsel um mysteriöse Sperre scheint gelöst

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Roman Eremenko.

Helsinki - Das Rätsel um die vorläufige 30-tägige Sperre von Finnlands Fußball-Nationalspieler Roman Eremenko durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) scheint gelöst.

Laut russischen Medien soll der 29-jährige Profi von ZSKA Moskau Snus konsumiert haben. Snus, eine vor allem in Skandinavien verbreitete Form von Oraltabak (Kautabak), ist nicht als Dopingmittel gelistet. Es steht jedoch in Verdacht, eine anregende und leistungssteigernde Wirkung zu haben.

Die UEFA hatte Eremenko nach einer Dopingprobe am vergangenen Donnerstag, wenige Stunden vor den WM-Qualifikationsspiel in Island (2:3) zunächst für 30 Tage gesperrt. Wie der finnische Verband mitteilte, war die Entscheidung den Verantwortlichen erst kurz vor der Partie bekanntgegeben worden. Offizielle Gründe für ihre Maßnahme nannte die UEFA bislang nicht.

Laut Eremenkos Arbeitgeber ZSKA Moskau wolle die UEFA-Disziplinarkommission in rund einem Monat zusammenkommen, um über die Sperre von Eremenko zu beraten. Der Finne wird u.a. die Champions-League-Spiele von ZSKA gegen AS Monaco am 18. Oktober und am 2. November verpassen.

ZSKA Moskau ist auch Gruppengegner von Bayer Leverkusen. Beim Unentschieden in Leverkusen am 1. Spieltag der Champions League erzielte Finne mit russischen Wurzeln den Treffer zum 2:2-Endstand für sein Team.

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