"Absolut das Potenzial, eine gute Rolle zu spielen"

Das denken die Bundesligisten über Neuling RB Leipzig

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RB Leipzig spielt erstklassig - und will nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Leipzig - RasenBallsport Leipzig spielt erstmals in der Bundesliga - und das nur sieben Jahre nach der Gründung durch Red Bull. Was trauen die Erstligisten dem Neuling zu?

Mit RB Leipzig startet ein absoluter Neuling in der Bundesliga. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten des von einem österreichischen Getränkehersteller gesponsorten Clubs glaubt die Konkurrenz aber daran, dass RB sorgenfrei durch die Saison kommt. In einer dpa-Umfrage äußerte sie sich zum Leipziger Verein.

Karl-Heinz Rummenigge (FC Bayern München): „Leipzig hat große Ziele. Mit dem Aufstieg wird man sich dort nicht zufrieden geben. Eine Firma wie Red Bull, die das Ganze finanziert, will nach oben, idealerweise in die Champions League. Ob das so schnell geht, weiß ich nicht. Aber ich finde es gut, dass wir in der Bundesliga endlich wieder einen Club aus dem Osten dabei haben.“

Michael Zorc (Borussia Dortmund): „Ich denke, es ist zuallererst der eigene Anspruch der Leipziger, sich relativ zügig im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Natürlich ist ihnen das auch zuzutrauen.“

Roger Schmidt (Bayer 04 Leverkusen): „Die Bundesliga ist auch in Leipzig trotz der finanziellen und persönlichen Möglichkeiten kein Selbstläufer. Wie schnell sich Mannschaft und Verein an das höhere Niveau gewöhnen, ist schwer vorauszusagen.“

Max Eberl (Borussia Mönchengladbach): „Ich glaube, dass Leipzig definitiv anderes Potenzial hat als andere Aufsteiger. Meine heutige Einschätzung ist, dass sie sorgenfrei in der Bundesliga bleiben werden. Wie weit es direkt im ersten Jahr nach oben geht, ist schwer zu sagen.“

Christian Heidel (FC Schalke 04): „Spätestens im zweiten Jahr spielt Leipzig oben mit.“

Rouven Schröder (FSV Mainz 05): „Guter Standort, sehr ehrgeizige Leute und viel Potenzial: Mittelfristig wird Dauer-Mittelmaß vom Brausehersteller wohl nicht gewünscht sein.“

Pal Dardai (Hertha BSC): „Da ist ein erfahrenes Management da, das sind erfahrene Leute, die etwas aufgebaut haben. Das zieht sich von der Nachwuchsarbeit bis nach oben durch. Wie schnell das geht, ist schwer einzuschätzen.“

Klaus Allofs (VfL Wolfsburg): „Die Rahmenbedingungen bieten sicher Möglichkeiten. Dennoch ist der Weg von der 2. Liga in die Spitzengruppe der Bundesliga keine Selbstverständlichkeit.“

Peter Stöger (1. FC Köln): „Die Rahmenbedingungen des Clubs könnten vermuten lassen, dass es für Leipzig möglich ist, eine gute Rolle zu spielen. Dennoch stellt die Bundesliga hohe Anforderungen.“

Bruno Labbadia (Hamburger SV): „Ob es sofort der Fall sein wird, dass RB oben mitspielt, muss man sehen. Da werden die Leipziger sich selbst keinen unnötigen Druck aufbauen. Aber dauerhaft werden sie sich bestimmt nicht mit dem Tabellenmittelfeld zufrieden geben.“

Markus Kauczinski (FC Ingolstadt): „Ich traue jeder Mannschaft zu, über ihren Verhältnissen zu spielen. Leipzig hat viel, was sie einsetzen können. Das ist eine gestandene Mannschaft, die mit vielen Talenten gespickt ist.“

Dirk Schuster (FC Augsburg): „Ich denke, dass Leipzig eine gute Mannschaft stellen wird, die absolut leistungsfähig sein und die im gesicherten Mittelfeld die Klasse halten wird.“

Frank Baumann (SV Werder Bremen): „Leipzig hat einen sehr erfolgreichen Weg beschritten und hat das Ziel Bundesliga erreicht. Mit den Möglichkeiten im Hintergrund werden sie mittelfristig sicherlich eine ambitionierte Rolle in der Liga einnehmen.“

Holger Fach (SV Darmstadt 98): „Wenn der Hauptsponsor das will, dann wird RB in absehbarer Zeit vorn dabei sein.“

Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim): „Leipzig hat absolut das Potenzial, eine gute Rolle zu spielen.“

Freddy Bobic (Eintracht Frankfurt): „Ich traue der Mannschaft auf jeden Fall eine gute Rolle zu. Die Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, sind einfach grenzenlos. Für ganz vorne wird es aber noch nicht reichen.“

Christian Streich (SC Freiburg): „Leipzig hat und wird sich auch in Zukunft viel Qualität ins Haus holen. Es ist davon auszugehen, dass sich das auch durchsetzen wird.“

dpa

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