Langfristiger Vertrag

Fix: Hasenhüttl zu RB Leipzig - FCI präsentiert Nachfolger

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Übernimmt ab nächster Saison RB Leipzig: Ralph Hasenhüttl.

Ingolstadt - Der Transfer hatte sich angedeutet, nun ist der Wechsel von Trainer Hasenhüttl von Ingolstadt zu RB Leipzig perfekt. Den Schanzer wird der Verlust mit viel Geld abgegolten. Und ein Nachfolger wurde auch bereits gefunden.

Der FC Ingolstadt hat für den zu RB Leipzig ziehenden Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl einen dekorierten Ersatz gefunden. Der bisherige Karlsruher Markus Kauczinski, jüngst erst als Trainer des Jahres vom Deutschen Fußball-Bund geehrt, übernimmt die Schanzer zur kommenden Saison. Letzte Details eines bereitliegenden Zweijahresvertrags sollen in den nächsten Tagen geklärt werden, wie die Oberbayern am Freitag bekanntgaben. Sportdirektor Thomas Linke lobte Kauczinski als „absoluten Fußballfachmann“. Nach einer famosen ersten Bundesliga-Saison trauen die Ingolstädter dem 46-Jährigen zu, die unter Hasenhüttl begonnene Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

Zugleich bestätigten der FCI und Leipzig den Wechsel Hasenhüttls nach Sachsen, der sich zuletzt bereits angebahnt hatte. Für den Verlust des beliebten Österreichers, der bei RB einen ligenunabhängigen Dreijahresvertrag erhält, ließen sich die Ingolstädter wohl eine ordentliche Summe überweisen. Der Aufsteiger erhalte die „höchste Ablöse, die bisher für einen Trainertransfer in Deutschland bezahlt wurde“, hieß es in der Mitteilung der Ingolstädter. Eine Zahl wurde nicht genannt.

Hasenhüttl war noch bis 2017 bei den Oberbayern unter Vertrag. Man habe immer betont, „dass die Realisierung des Transfers nur unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar ist“, fügte Sport-Geschäftsführer Harald Gärtner laut Statement hinzu.

Kauczinski wird Hasenhüttls Nachfolger in Ingolstadt

Zu diesen Voraussetzungen gehörte von Anfang an, dass ein adäquater Nachfolger gefunden werde. Kauczinski empfahl sich mit einer kurzen, aber beachtlichen Trainer-Vita beim KSC: 2013 führte er die Badener von der 3. Liga in die 2. Bundesliga, 2014/15 scheiterte der Aufstieg in das Fußball-Oberhaus erst in der Relegation gegen den HSV. Im Vorjahr ehrte der DFB den Coach auch für dessen Nachwuchsarbeit.

„Markus Kauczinski hat den Trainerberuf mit all seinen Facetten von der Pike auf erlernt und jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von jungen Talenten sowie der Führung von gestandenen Spielerpersönlichkeiten“, sagte FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner. „Alle Gremien“ seien von dem gebürtigen Gelsenkirchener, der auch als Trainerkandidat beim FC Augsburg gehandelt worden war, überzeugt.

Hasenhüttl hinterlässt freilich ein großes Erbe, nach dem Titel in der 2. Liga war der souveräne Klassenverbleib in dieser Saison von kaum jemanden erwartet worden. „Ich habe hier viel aufgebaut und hoffe, dass die Erfolgsstory weitergeht“, sagte Hasenhüttl. „Jeder hat gemerkt, wie wohl ich mich gefühlt habe.“

Die Ingolstädter hätten den Ex-Profi gerne gehalten, das Werben der finanzstarken Leipziger war aber zu stark. „Ich habe mich gefreut, wie professionell und schnell es eine Einigung zwischen den Vereinen gegeben hat“, sagte Hasenhüttl. Sportdirektor Linke konnte sich eine spitze Bemerkung nicht verkneifen: „Wir sind ein Verein, der Spielern und offensichtlich jetzt auch Trainern als Sprungbrett dienen kann.“

dpa

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