Verletzung von Laudehr trübt die Freude

DFB-Frauen starten erfolgreich ins olympische Fußball-Turnier

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Die DFB-Frauen haben durch den Auftaktsieg die ersten drei Punkte auf dem Konto.

São Paulo - Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat zum Auftakt des olympischen Fußball-Turniers Simbabwe deutlich besiegt. Doch die Verletzung von Simone Laudehr trübt die Freude über den Erfolg.

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Update vom 6. August 2016: Sieg gegen Simbabwe, und jetzt? Die deutschen Frauen haben die Pflichtaufgabe erfüllt. Doch für das große Ziel muss im zweiten Gruppenspiel ebenfalls ein Sieg her. Wo und wie Sie das Spiel Deutschland - Australien live im TV und Live-Stream sehen können, haben wir für Sie zusammengestellt.

Gelungener Auftakt, aber Sorge um Simone Laudehr: Die deutschen Fußballerinnen sind mit dem erwarteten Sieg in ihre Mission Gold bei Olympia gestartet. Gegen Simbabwe, nur die Nummer 98 der Weltrangliste, gewann die Mannschaft der scheidenden Bundestrainerin Silvia Neid durch die Treffer von Sara Däbritz (22.), Alexandra Popp (36.), Melanie Behringer (53./78.), Melanie Leupolz (83.) sowie einem Eigentor von Eunice Chibanda (90.) in Sao Paulo mit 6:1 (2:0). Die Freude über den Erfolg und die Tabellenführung in der Gruppe F wurde jedoch durch die Verletzung von Laudehr arg getrübt.

Laudehr sei "zusammengetreten worden", sagte Neid, Simbabwe habe "hart an der Grenze" gespielt. "Da kannst du keinen Ball mehr laufen lassen, da ging es nur noch auf die Knochen. Es hätte eine Schiedsrichterin gebraucht, die durchgreift, aber so ist es ja leider oft", ergänzte Neid äußerlich gelassen. Mit ihrer Mannschaft war sie "total zufrieden. Man könnte vielleicht bemängeln, dass wir ein paar Tore mehr hätten machen können."

Noch Unklarheit über Schwere der Verletzung von Laudehr

Neid hatte vor dem Anpfiff noch vor der harten Spielweise der Afrikanerinnen gewarnt, mit der Brutalität von Lynett Mutokuto aber dürfte auch sie nicht gerechnet haben. Die Abwehrspielerin trat Laudehr nach nicht einmal einer Viertelstunde fast das linke Sprunggelenk durch, die Münchnerin musste kurz darauf (19.) ausgewechselt werden. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Schiedsrichterin Rita Gani aus Malaysia zeigte nicht einmal Gelb - unfassbar.

Die erste Diagnose lautete: Außenband gerissen oder zumindest stark überdehnt. Ein Ausfall von Laudehr würde die DFB-Auswahl hart treffen. Bei Olympia dürfen nur 18 Spielerinnen gemeldet werden. Den verständlichen Schock durch die Verletzung von Laudehr, für die ihre künftige Vereinskollegin Melanie Leupolz kam, steckten die DFB-Frauen in der Arena Corinthians in Brasiliens größter Stadt allerdings schnell und gut weg.

Torfrauen sehen bei Gegentreffern unglücklich aus

Kurz nach der Auswechslung von Laudehr köpfte Däbritz den Führungstreffer. Popp war danach ebenfalls mit einem Kopfball erfolgreich, Behringer mit einem Freistoß - und im Nachschuss nach einem zunächst vergebenen Foulelfmeter. Bei allen Treffern machte die Simbabwer Torhüterin einen amateurhaften Eindruck, aber auch Almuth Schult im deutschen Tor sah beim Anschlusstreffer durch Kudakwashe Basopo (50.) nicht gut aus.

Um es bis nach Rio und damit ins angestrebte Finale zu schaffen, muss sich die deutsche Mannschaft noch steigern und vor allem im Abschluss konsequenter werden. Am Samstag treffen die DFB-Frauen erneut in Sao Paulo auf Australien, drei Tage später in Brasilia auf Kanada. Die Ersten und Zweiten der drei Vierergruppen ziehen ins Viertelfinale ein, außerdem die zwei besten Gruppendritten. Das Finale findet am 19. August statt.

Alles rund um Olympia 2016 gibt es in unserem Ticker.

SID

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