München im Final-Wahn: Ein Tag für die Ewigkeit!

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Hier findet am Samstag Abend das Champions-League-Finale statt.

München - Countdown für den finalen Wahnsinn: Heute Abend steigt um 20.45 Uhr das erste Endspiel in der Münchner Allianz Arena - und das erste „Finale dahoam“ in der 20-jährigen, wahrlich nicht an Sternstunden armen Geschichte der Champions League.

 Der FC Bayern schaffte als erster Club das Kunststück, sich durchzukämpfen bis zum Finale in der eigenen Stadt. Jetzt fehlt nur noch ein Schritt bis zum Triumph. Und auch für München schlägt eine der größten Stunden in der (Sport-)Geschichte.

Ein Tag für die Ewigkeit, ein Tag der Superlative:

Zwei Arenen ausverkauft:

Das gab es in der Geschichte der Champions League auch noch nie! Die Bayern haben für eine derartige Euphorie gesorgt, dass gleich zwei Fußballstadien ausverkauft sind. In der Arena in Fröttmaning sind 62 500 Zuschauer live dabei. Im altehrwürdigen Olympiastadion sind es noch  mehr: Beim Mega-Public-Viewing sorgen 65 000 Fans für eine volle Hütte. Ausverkauft ist zudem das Fanfest mit Großleinwand auf der Theresienwiese (30 000 Tickets).

Bayern lockt die Massen wie der Papst:

Alles über das CL-Finale lesen Sie hier

Für das Massenspektakel hieß es heute in München: früh aufstehen! In der 1,3-Millionen-Stadt werden 180 000 Besucher erwartet, die nur wegen des Spiels nach München anreisen. Nicht mitgerechnet sind die Einwohner aus dem Umland, von denen sich auch viele zum Feiern in die Stadt aufmachen werden. Zum Vergleich: Beim Papstbesuch in München 2006 waren 250 000 Menschen dabei.

Fans lassen 50 Millionen Euro da:

Die Champions League ist eine der erfolgreichsten Marken der Welt. Und die Uefa als Ausrichter verlangt dafür Einiges. Der Stadt München kostet der Zuschlag für das größte Spektakel des Vereinsfußballs 1,4 Millionen Euro. „Doch der Werbewert und die internationale Aufmerksamkeit“ seien für München unbezahlbar, heißt es aus dem Münchner Rathaus. Und natürlich bleibt jede Menge Geld in der Stadt: In den Finalorten Rom (2009) und Madrid (2010) beliefen die Gesamteinnahmen auf rund 50 Millionen Euro.

300 Millionen Menschen schauen nach München:

Die mediale Aufmerksamkeit für das Endspiel in der Königsklasse wird nur vom NFL-Super Bowl (Endspiel im Amercian Football) und vom Finale der Fußball-WM getoppt. Das Spiel aus München wird in 220 Ländern übertragen, 300 Millionen Menschen sitzen vorm TV. Sat.1 sendet 20 Stunden aus München! In und aus München berichten 2.600 akkreditierte Medienvertreter - das ist ebenfalls Rekord!

Astronomische Ticket-Preise:

Neben den Wirten sind vor allem die Hoteliers jetzt schon Gewinner: Fast alle Quartiere sind ausgebucht - und meistens um ein Zigfaches teuer als normal. Astronomisch auch die Ticket-Preise auf dem Schwarzmarkt: Auch wenn die Uefa vor der Weitergabe der personalisierten Finalkarten warnt - vierstellige Summen für eine normale Karte sind keine Seltenheit, die beiden teuersten VIP-Tickets gingen bei ebay zum Preis eines 3er-BMW an den Mann - für 32 000 Euro!

Kaiserwetter, 24 Grad:

Wie bei der WM-Eröffnung 2006: Pünktlich zum Anpfiff Kaiserwetter - bei 24 Grad. Vor sechs Jahren siegte Deutschland 4:2 gegen Costa Rica ... Ein gutes Omen. 

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