Sachsen holen in ihrem ersten Bundesliga-Spiel einen Punkt

Gelungene Bundesliga-Premiere für Leipzig in Hoffenheim

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Leipzig holt zweimal einen Rückstand auf.

Sinsheim - RB Leipzig hat eine gelungene Premiere im Fußball-Oberhaus erlebt. Im ersten Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte holten die Sachsen dank einer überzeugenden Vorstellung bei der TSG 1899 Hoffenheim ein verdientes 2:2.

Update vom 9. September 2016: In seiner zweiten Bundesliga-Partie tritt das Team des RB Leipzig gegen den Vize-Meister Borussia Dortmund an. Wir erklären, wo Sie dasSpiel im TV und Live-Stream verfolgen können.

Vor 24 188 Zuschauern erzielten Lukas Rupp in der 55. Minute und Mark Uth (83.) die Tore für die Hausherren. Dominik Kaiser (58.) und Marcel Sabitzer (90.) trafen für die Gäste.

Von wegen Sommerfußball, dachten sich beide Teams, und legten ungeachtet von Temperaturen um die 30 Grad schwungvoll los. Schon in der ersten Minute musste RB-Torwart Peter Gulacsi zweimal retten: Erst gegen den durchgebrochenen Uth, dann gegen den Nachschuss von Sebastian Rudy. Der Neuling zeigte sich jedoch nicht beeindruckt und kam ebenfalls schnell zu Chancen. Marcel Sabitzer (4.) scheiterte an TSG-Keeper Oliver Baumann, der auch gegen Kaiser (12.) die Oberhand behielt.

Der Neuling aus Leipzig, der kurz vor dem Anpfiff noch den Brasilianer Bernardo für fünf Jahre von Red Bull Salzburg verpflichtete, zeigte keine Scheu und spielte munter nach vorn. Hoffenheim war in der Defensive mehr gefordert als erwartet und zeigte sich durchaus anfällig.

So auch nach einer halben Stunde, als Yussuf Poulsen frei zum Kopfball kam. Doch wieder reagierte Baumann prächtig. Und auch Kaiser (34.) brachte den Ball mit einem Schlenzer nicht im Netz unter. TSG-Verteidiger Niklas Süle, der erst zu Wochenbeginn mit Silber von den Olympischen Spielen aus Rio heimgekehrt war, hatte das Leder im eigenen Strafraum vertändelt.

Von den Hausherren war offensiv wenig zu sehen. Das Pausen-Remis war äußerst schmeichelhaft und einzig dem gut aufgelegten Baumann zu verdanken. Rangnick, der die TSG von 2006 bis 2011 trainiert und 2008 in die Bundesliga geführt hatte, raufte sich angesichts der Leipziger Abschlussschwäche ein ums andere Mal die Haare.

Und es kam noch schlimmer. Zehn Minuten nach Wiederbeginn lag der Aufsteiger plötzlich hinten. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke hämmerte der im Sommer vom Absteiger VfB Stuttgart verpflichtete Rupp den Ball aus rund 20 Metern ins Eck. Doch die Antwort des kecken Neulings ließ nicht lange auf sich warten. Ausgerechnet RB-Kapitän Kaiser, der sich einst in Hoffenheim nicht durchsetzen konnte und vor Wochenfrist beim Pokal-Aus in Dresden den entscheidenden Elfmeter verschossen hatte, traf per Direktabnahme zum Ausgleich.

Mit zunehmender Spielzeit mussten beide Teams dem hohen Tempo Tribut zollen. Das Geschehen spielte sich jetzt weitgehend zwischen den Strafräumen ab, weil es an der nötigen Präzision im Passspiel mangelte. Sieben Minuten vor dem Ende schloss Uth einen Konter eiskalt zur erneuten Hoffenheimer Führung ab. Doch der Neuling schlug noch einmal zurück. Sabitzer erzielte den umjubelten Ausgleich und machte damit auch Rangnick froh.

dpa

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