Alle Infos zur EURO 2016 in Frankreich

EM-Ticker: So frenetisch wurden Islands EM-Helden zuhause empfangen

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Tausende Isländer jubeln in Reykjavik über die Ankunft der EM-Helden aus Frankreich.

München - Ruhetag bei der EM 2016 in Frankreich, trotzdem passiert jede Menge. Was tut sich bei der deutschen Nationalmannschaft? Wie bereitet sich Gastgeber Frankreich auf das Halbfinale vor? Alle Infos hier im Live-Ticker!

Update vom 7. Juli 2016: Deutschland steht im Halbfinale und spielt heute Abend gegen Frankreich. Hier geht's zu unserem EM-Live-Ticker vom Donnerstag.

Update vom 5. Juli 2016: Hier geht's direkt zu unserem EM-Live-Ticker vom Dienstag.

EM 2016 Live-Ticker vom Montag

0.19 Uhr: Damit verabschieden wir uns und wünschen noch eine ruhige Nacht! Bis morgen! 

0.17 Uhr: Island sieht sich nach dem erfolgreichen EM-Abenteuer in Frankreich noch lange nicht am Ende. Im Gegenteil - es scheint so, als hätten die Spieler bei ihrem ersten großen Turnier Blut geleckt. Daher erscheint es logisch, dass die Isländer die WM 2018 in Russland als großes Ziel sehen. Kapitän Aron Gunnarsson sagte dazu passend: "Wir fangen gerade erst an."

23.31 Uhr: Jonas Hector darf sich nach dem dramatischen Italien-Spiel nicht nur als Elfmeter-Held feiern lassen. Der Verteidiger vom 1. FC Köln muss in Zukunft auch nicht mehr in seiner saarländischen Stamm-Disco seine Geld-Schatulle öffnen, wenn die Rechnung auf den Tisch kommt. Das verrät ein Facebook-Post, das der Klub nach dem Viertelfinale gegen Italien veröffentlichte.

22.43 Uhr: Nach dem Elfmeter-Thriller gegen Italien ist vor dem Halbfinal-Kracher gegen Frankreich. Doch bis Donnerstag ist ja noch ein bisschen hin und daher stand heute für die angeschlagenen Spieler wie Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng Regeneration auf dem Programm. Thomas Müller darf dabei natürlich auch nicht fehlen.

22.13 Uhr: Nochmal zu den fußballverrückten Isländern. Die haben ihrer Nationalmannschaft in der Reykjaviker Innenstadt einen stürmischen Empfang bereitet. Zehntausende waren am Montagabend anwesend, um ihr Team hochleben zu lassen. Auch wenn es gegen Gastgeber Frankreich eine 2:5-Niederlage gab, haben die Spieler in der Heimat jetzt Heldenstatus. 

Der scheidende Trainer Lars Lagerbäck sagte dem isländischen Fernsehen „RÙV“, es sei einfach phantastisch, wie die Nation ihre Mannschaft empfange. In Frankreich habe das Team nur eine Ahnung davon gehabt, wie in der Heimat mitgefiebert worden sei. „Aber nun die Menschen auf dem Weg vom Flughafen ins Stadtzentrum winken zu sehen, ist einfach phantastisch.“

Und auch der isländische Präsident feierte inmitten der Fans. Das hat Klasse!

21.53 Uhr: Die Isländer haben uns bei dieser EM sehr erfreut und mit ihrem Vorstoß ins Viertelfinale auch für eine dicke Überraschung gesorgt. Gegen Frankreich war dann bekanntlich Schluss. Besonders in Erinnerung bleiben wird der eindrucksvolle "Huh"-Schrei, den die isländischen Fans zur Freude aller immer wieder zum Feinsten gaben.

Dass diese Form der Anfeuerung jedoch jeder Isländer beherrscht, wussten wir auch noch nicht.

21.31 Uhr: Welcher Klub stellt eigentlich die meisten Spieler bei diesen EM-Habfinalspielen? Genau! Es ist der FC Bayern mit gleich acht Spielern. Danach kommt überraschenderweise der Premier-League-Vertreter Cystal Palace (5).
Real Madrid, Arsenal London und Sporting Lissabon (jeweils vier Spieler) folgen auf den Plätzen danach.

21 Uhr: Verständlich, dass das EM-Aus der "Squadra Azzurra" in Italien noch immer nicht verdaut ist. Vor allem Simeone Zaza sorgte mit seinem kläglich verschossenem Elfmeter und seiner kleinen Ententanz-Einlage beim Antritt für reichlich Spott. Hier ein aktuelles Beispiel.

Nun hat sich der Unglücksrabe für seinen Fehlschuss bei allen Italienern entschuldigt. Gegenüber der "Gazzetta dello Sport" sagte Zaza: "Ich habe die Elfmeter immer so geschossen, ich habe immer diese Schritte gemacht: Ich habe erwartet, dass Neuer sich wirft. Ich habe den wichtigsten Elfmeter meiner Karriere verballert, und das werde ich das ganze Leben mittragen müssen. Es tut mir Leid, dass ich die Italiener enttäuscht habe.“

19.55 Uhr: "Kritik muss man äußern dürfen - da bin ich voll dabei. Man muss aber immer den Respekt wahren. Man hat das Gefühl, wir Experten können uns nicht mehr freuen. Wir suchen immer nach Kritikpunkten", sagte Nowotny, und Kohler führte aus: "Wenn wir am Sonntag den Pokal hochhalten, fragt niemand mehr danach, ob das gegen Italien gut oder nicht gut war. Ich fand die Diskussionen über das System völlig überzogen."

Mit Blick auf das Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich am Donnerstag (21.00 Uhr/ZDF) wünscht sich Kohler eine Leistungssteigerung des DFB-Teams. "Ich glaube, dass wir uns steigern müssen. Die Leistung gegen Italien reicht nicht gegen die Franzosen", sagte er und stärkte zudem dem bei der EM bislang glücklosen Thomas Müller den Rücken: "Er spielt immer am oberen Limit, dass der Junge mal durchschnaufen muss und eine schwächere Phase hat, ist menschlich. Ich glaube, dass Thomas Müller das entscheidende Tor machen wird."

19.20 Uhr: Der ehemalige Fußball-Weltmeister Jürgen Kohler und Ex-Nationalspieler Jens Nowotny sind Bundestrainer Joachim Löw in der Taktik-Diskussion nach dem EM-Viertelfinale gegen Italien (6:5 i.E.) zur Seite gesprungen. "Für den Sportler ist es wichtig, dass man seine Ziele erreicht. Das hat Löw gemacht. Da ist es absolut legitim, dass er das System ändert", sagte Kohler bei "kicker.tv - Der Talk" am Montagabend.

Löw hatte im Spiel gegen den "Angstgegner" auf eine Dreierkette in der Abwehr gesetzt und war dafür von seinem zuvor erfolgreich praktizierten System abgewichen. Dies hatte unter anderem ARD-Experte Mehmet Scholl kritisiert. Kohler (50) und Nowotny (42) fassten dessen Äußerungen negativ auf.

18.22 Uhr: Deutschlands EM-Halbfinalgegner Frankreich hat am Montag nur leichtes Regenerationstraining absolviert. Dabei war nicht mal der gesamte 23-köpfige Kader im Stade Pierre Pibarot in Clairefontaine im Einsatz. Die Spieler, die beim 5:2 am Abend zuvor in Saint-Denis gegen Island gar nicht oder nur kurz gespielt hatten, trainierten zusammen.

Eine fünfköpfige Gruppe um Paul Pogba machte Dehnübungen. EM-Toptorschütze Antoine Griezmann, der auf vier Treffer im Turnier kommt, sowie die beide dreimal erfolgreichen Dimitri Payet und Olivier Giroud blieben im Fitnessraum. Frankreich spielt am Donnerstag gegen Weltmeister Deutschland in Marseille um den Einzug ins Finale.

17.38 Uhr: Ein im Zusammenhang mit der Fußball-EM vom ukrainischen Geheimdienst SBU unter Terrorverdacht festgenommener Franzose sitzt weiter in Untersuchungshaft. Das bestätigten die Behörden in Kiew am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Details könnten nicht vor Ende der vorgerichtlichen Ermittlungen veröffentlicht werden, teilte eine SBU-Sprecherin mit.

Dem 25 Jahre alten Mann werden unerlaubter Waffen- und Sprengstoffbesitz, versuchter Waffenschmuggel und die Vorbereitung von Anschlägen auf die Europameisterschaft in Frankreich vorgeworfen. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Gefängnis.

16.57 Uhr: Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hat den aktuellen DFB-Coach Joachim Löw verteidigt und Kritiker Mehmet Scholl gemaßregelt. "Am Mikrofon ist es immer leicht, so etwas zu bewerten oder zu zerreden. Da sollte man sich ruhig ein wenig zurücknehmen", sagte Vogts dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf Scholl, mit dem als Spieler er 1996 Europameister wurde. Mit welchem System er spielen lasse, sei "die Entscheidung des Trainers, und die muss akzeptiert werden". Das System mit der Dreierkette "hat funktioniert, also muss man Joachim Löw gratulieren - ohne Wenn und Aber".

Derweil nahm ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky seinen Experten Scholl in Schutz. "Mehmet Scholl ist ein hochgeschätzter Kollege und Experte, dessen Aufgabe es ist, seine persönliche Sichtweise zu den Spielen darzulegen. Diese Aufgabe löst er hervorragend, indem er mit seiner unverwechselbaren Art begeistert", sagte Balkausky dem RND.

16.19 Uhr: Bei der EM 2016 in Frankreich stehen jene vier Teams fest, die den EM-Titel unter sich ausmachen. Portugal gegen Wales und Deutschland gegen Frankreich heißen am Mittwoch und Donnerstag die Halbfinals. Wie sind die Teams in Form?

15.46 Uhr: Was haben Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil gemeinsam? Richtig, sie verschossen ihre Elfmeter im Viertelfinale gegen Italien. Daher wird es nun einen neuen Chefbeauftragten geben, der die Ausführung eines Strafstoßes übernimmt, wenn es einen geben sollte. Wer der Auserwählte ist, erfahren Sie hier!

15.19 Uhr: Für viele Profis des FC Bayern ist die EM 2016 schon jetzt ein voller Erfolg. Das belegt auch eine Statistik zum Halbfinale des Turniers in Frankreich.

15.05 Uhr: Beim Anstoß oder bei einem Freistoß zoomen die TV-Kameras gerne mal auf die Schuhe der EM-Kicker. Das war auch beim Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien der Fall. Etwas verwundert registrierte der geneigte Fußballfan auf Mesut Özils Schuh einen eingestickten Namen. "Mira" stand dort gut zu lesen. Mira? Welche Mira? Hat Özils denn etwa eine neue Herzensdame? Seine Angebetete heißt doch, wenn überhaupt Mandy bzw. Grace Capristo? Doch des Rätsels Lösung ist relativ einfach. Bei Mira handelt es sich um Özils Nichte. Die kleine Dame hat sein Herz restlos erobert.

14.40 Uhr: Gleich drei Deutsche haben bei Facebook während der EM den Sprung in die Top10 der meistbeachteten Spieler geschafft. Wie das soziale Netzwerk bekannt gab, gab es auf der Seite des Portugiesen Cristiano Ronaldo bis dato die meisten Fan-Aktionen.

Hinter dem Waliser Gareth Bale und dem Polen Jakub Blaszczykowski folgen direkt Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger auf Rang vier und fünf. Toni Kroos ist Neunter. Bei den Mannschaften belegt Deutschland Rang sieben, Erster ist Italien.

EM 2016: Halbfinalgegner Frankreich fürchtet Deutschlands Mesut Özil

14.17 Uhr: Vor dem Halbfinal-Duell zwischen EM-Gastgeber Frankreich und Deutschland hat der französische Torjäger Olivier Giroud seinen Klubkollegen Mesut Özil in den höchsten Tönen gelobt. "Er hat ein tolles Passspiel und kann ein Spiel lesen", sagte Giroud am Montag über seinen Vorlagengeber beim englischen Vizemeister FC Arsenal: "Wir dürfen ihm nicht zu viel Freiraum geben."

13.59 Uhr: Mario Götze schien raus aus der Mannschaft, nach der Verletzung von Mario Gomez wird er vielleicht wieder gebraucht. Die Verletzungsmisere im deutschen Team könnte für den WM-Helden zur großen Chance werden.

13:20 Uhr: "Jetzt der Everest", schrieb Frankreichs Sportblatt "L'Équipe" vor dem Fußball-Gipfeltreffen am Donnerstag zwischen Deutschland und Frankreich in Marseille. Die Équipe tricolore will Revanche nehmen für das WM-Aus gegen das DFB-Team 2014.

13:10 Uhr: Gutes Omen für Team Deutschland! Der Italiener Nicola Rizzoli pfeift das EM-Halbfinale am Donnerstag in Marseille gegen den Gastgeber Frankreich. An ihn hat die DFB-Elf gute Erinnerungen.

13:00 Uhr: Der Sieger des EM-Halbfinals zwischen Portugal und Wales ist bei einem Endspiel-Einzug Deutschlands automatisch für den Confederations Cup im kommenden Jahr in Russland qualifiziert. Das Weltmeister-Team von Bundestrainer Joachim Löw ist bereits vor seinem Semifinale gegen Frankreich am Donnerstag automatisch beim Turnier der kontinentalen Titelträger dabei. Zudem haben bereits Gastgeber Russland, Asienmeister Australien, Copa-América-Sieger Chile, CONCACAF-Gewinner Mexiko und Ozeanienmeister Neuseeland ihr Ticket für den Confederations Cup vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 sicher. Dazu kommt noch der Afrikameister 2017.

12:43 Uhr: Ann-Kathrin Brömmel lässt sich gern an der Seite von Partner Mario Götze sehen. Dabei scheint der Bayern-Star und Nationalspieler sie manchmal regelrecht zur Verzweiflung zu bringen.

EM 2016: Für England kommt es immer dicker

12:21 Uhr: Die Demütigungen für England nehmen kein Ende. "Ein Fünf-Sterne-Frankreich zeigt England, wie es geht", schimpfte die Daily Mail. Island, das England so dermaßen blamiert hat bei der EM, ist nun selbst vorgeführt worden - und das ausgerechnet vom großen Rivalen von der anderen Seite des Kanals. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bekommt das Mutterland des Fußballs sein Versagen am 14. Juli schwarz auf weiß vorgelegt. An diesem Tag wird die neue Weltrangliste der FIFA erscheinen, und England wird dann, how shocking, nicht mal mehr die beste Mannschaft des Vereinigten Königreichs sein. Britanniens Nummer eins ist dann auch amtlich beglaubigt Wales. Die Roten Drachen lagen schon im Oktober kurzfristig vorne, aber in knapp zwei Wochen wird die Wachablösung längerfristig sein. Das nagt am Selbstverständnis der Engländer.

11:22 Uhr: Frankreich brilliert im Viertelfinale gegen Island und lässt die verbliebenen Konkurrenten staunen. Die internationale Presse feiert den EM-Gastgeber.

11:10 Uhr: Was sollte das denn? Vor dem EM-Kracher zwischen Frankreich und Island setzte AfD-Chefin Frauke Petry einen provokanten Tweet ab, sprach von "inzestuösen Isländern". Treffen wollte sie damit eigentlich Wolfgang Schäuble.

Bilder: Reservisten schwitzen - Schweinsteiger radelt

EM 2016: Khedira fällt aus, Schweinsteiger wackelt

10:50 Uhr: Jetzt herrscht Gewissheit - leider! Nach dem Turnier-Aus von Mario Gomez und der Gelbsperre von Mats Hummels muss Deutschland im EM-Halbfinale gegen Frankreich auch definitiv auf Mittelfeldspieler Sami Khedira verzichten. Das gab Bundestrainer Joachim Löw am Montag auf einer Pressekonferenz im DFB-Quartier in Évian-les-Bains bekannt. Außerdem ist der Einsatz von Kapitän Bastian Schweinsteiger fraglich. Löw stellte klar: "Ich bringe im Halbfinale oder Finale keinen Spieler, der nicht 100 Prozent das Tempo gehen kann. Wir können uns nicht erlauben, vielleicht schon nach 15 Minuten zu wechseln."

Khedira, der im Viertelfinale gegen Italien schon nach 15 Minuten vom Platz musste, klagt über Adduktorenprobleme. „Wir werden alles dafür tun, dass er in einem möglichen Finale zur Verfügung steht“, sagte Löw. Bei Schweinsteiger müsse man die nächsten Tage abwarten. Der 31-Jährige laboriert an einer Außenband-Zerrung im Knie.

„Das Spiel gegen Italien mit den 120 Minuten hat Spuren hinterlassen. Wir müssen Veränderungen vornehmen und Lösungen finden“, betonte Löw. Heißt auch: Im defensiven Mittelfeld wird Löw höchstwahrscheinlich umstellen müssen. So könnte die Stunde eines Youngsters schlagen.

10:44 Uhr: Portugals Pepe hat vor dem EM-Halbfinale mit dem Training ausgesetzt. Der Verteidiger nahm am Montag wegen Oberschenkelproblemen nicht an der Einheit im portugiesischen Trainingscamp in Marcoussis teil. Der portugiesische Verband bezeichnete die Trainingspause für den 33-Jährigen Medienberichten zufolge als „reine Vorsichtsmaßnahme“. Ein Ausfall des Verteidigers von Real Madrid für das Halbfinale gegen Wales am Mittwoch in Lyon (21.00 Uhr) wäre ein herber Rückschlag.

10:00 Uhr: Da geht es mal richtig rund! Youtube-User Kurt Prödel hat einmal alle Elfmeter von Deutschland und Italien vom im Viertelfinale am Sonntag übereinander gelegt und so zwei witzige Videos ins Web gestellt, die sich rasend schnell verbreiten - reinklicken und schmunzeln!

EM 2016: Favoriten-Rolle? Frankreich und Deutschland wollen sie nicht

9:30 Uhr: Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat jede Menge Respekt vor dem Halbfinal-Gegner Deutschland. "Aber alles ist möglich", sagte der Ex-Profi. Die Partie gegen den Weltmeister am Donnerstag (21.00 Uhr/ZDF) in Marseille werde ein "anderes Spiel" als das 5:2 (4:0) im Viertelfinale gegen Island. "Deutschland ist nun mal Deutschland. Die beste Mannschaft in Europa - und der Welt", sagte Deschamps: "Sie haben so viel technische Qualität, schon beim Torhüter angefangen. Je mehr wir sie zum verteidigen zwingen, umso besser."

Frankreichs Stürmer Olivier Giroud sieht Deutschland als Favoriten im Halbfinale.

8:33 Uhr: Deutschland steht zum achten Mal in einem EM-Halbfinale und kämpft um den Einzug in das siebte EM-Endspiel. Im Vorfeld weisen sowohl das DFB-Team, als auch der Gastgeber Frankreich die Favoritenrolle von sich. "Ich glaube, wenn man gegen Frankreich in Frankreich spielt, dann ist man nicht Favorit, sondern gleichgestellt von den Chancen", meint DFB-Teamchef Oliver Bierhoff. "Sie sind der Weltmeister und Favorit“, betont dagegen Frankreichs Mittelstürmer Olivier Giroud. Fakt ist: Für Turnier-Gastgeber ist Deutschland ein absoluter Angstgegner (siehe Eintrag 6:02 Uhr)!

7:50 Uhr: Es war neben dem Elfmeter-Krimi wohl die Szene des Spiels. Im Viertelfinale der EM zwischen Deutschland und Italien zeigte Thomas Müller, was er von manch italienischem Zweikampfverhalten hält. Die Müller-Show als Daumenkino!

Müllers "Heulsusen"-Auftritt als Daumenkino zum Genießen

EM 2016: DFB-Scout kontert Scholl-Kritik

7:21 Uhr: Mehmet Scholls harsche Kritik an Urs Siegenthaler und dessen angeblicher Beeinflussung zur Taktik-Ausrichtung der Nationalmannschaft sorgt für Diskussionen (siehe unten) - jetzt meldet sich der DFB-Scout selbst zu Wort. Zur Bild sagte er, er wisse nicht, was er Scholl getan habe: "Sich so zu äußern, ist Scholls gutes Recht. Ich kenne ihn allerdings persönlich nicht." Siegenthaler schaltet aber auf Gegenangriff und stichelt, dass der ARD-Experte und Ex-Bayern-Spieler das Gesamtkonstrukt nicht erkenne: "Vor 1000 Jahren haben die Menschen die Erde auch nicht als Kugel gesehen."

7:05 Uhr: Wales gegen England - es geht in die nächste Runde! Chris Coleman, Teammanager des EM-Überraschungs-Halbfinalisten, wird "niemals im Leben" Coach der englischen Nationalmannschaft. Dies sagte der Fußballlehrer vor dem Halbfinale am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD) in Lyon gegen Portugal. Das Fußball-Mutterland befindet sich nach dem Achtelfinal-K.o. gegen das Überraschungsteam Island und dem Rücktritt von Teammanager Roy Hodgson auf Trainersuche. "Ich werde daran keinen Gedanken verschwenden", sagte der 46-jährige Coleman: "Ich bin Waliser durch und durch. Für mich kommt nur Wales infrage. Mein nächster Job nach Wales, wann immer dies sein wird, wird mich ins Ausland führen."

6:55 Uhr: Seit Beginn der EM haben französische Sicherheitskräfte mehr als 1000 Menschen im Zusammenhang mit dem Turnier festgenommen. Rund 600 Menschen wurden seit dem EM-Auftakt am 10. Juni in Polizeigewahrsam genommen, 56 von ihnen wurden bereits verurteilt, wie Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve der Zeitung "La Provence" (Montagsausgabe) sagte. Zudem seien 34 Menschen aus Frankreich ausgewiesen worden - die meisten von ihnen im Zusammenhang mit der Hooligan-Gewalt am 11. Juli in Marseille, als russische und englische Fans aneinandergeraten waren. Insgesamt sind nach Cazeneuves Angaben rund 90.000 Sicherheitskräfte zum Schutz der Fußballveranstaltung im Einsatz. Die EM endet am 10. Juli. "Die Sicherheitskräfte haben beträchtliche Arbeit geleistet, um Ausschreitungen zu verhindern", sagte der Minister.

EM 2016: Makellose DFB-Bilanz seit 58 Jahren

6:30 Uhr: Und auch die bisherige Bilanz des Weltmeisters gegen den aktuellen Gastgeber spricht eine deutliche Sprache. Bei einem Turnier verlor Deutschland gegen Frankreich letztmals vor 58 Jahren!

Deutschland hat gegen Turniergastgeber meistens gut ausgesehen.

6.02 Uhr: Einen wunderschönen guten Morgen und herzlich willkommen im EM-Live-Ticker! Wir beginnen den Tag mit einer guten Nachricht: Die deutsche Nationalmannschaft hat in Halbfinalspielen gegen Turniergastgeber eine außergewöhnlich gute Bilanz aufzuweisen. Von sieben Duellen mit einem Gastgeberland in der Runde der letzten Vier verlor die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nur eines: 1958 das WM-Halbfinale gegen Schweden (1:3). Seitdem setzte sich die DFB-Elf stets durch, zuletzt mit einem sensationellen 7:1 gegen Brasilien bei der WM 2014.

EM 2016: Vorbericht zum Montag, 4. Juli 2016

+++ Deutschlands Gegner im Halbfinale wurde am Sonntagabend zwischen Gastgeber Frankreich und Außenseiter Island ermittelt. Es war eine einseitige Partie, Frankreich nahm die bemitleidenswerten Isländer förmlich auseinander. Hier geht's zum Spielbericht!

+++ Der Sieg im Viertelfinale gegen Italien kommt die deutsche Nationalmannschaft teuer zu stehen. Für Mario Gomez ist die EM 2016 vorzeitig beendet, ob Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger noch einmal ins Turnier eingreifen können, ist äußerst fraglich. Bundestrainer Joachim Löw muss viele Baustellen bewältigen vor dem Halbfinale am Donnerstag.

+++ Viel Wirbel verursachte am Sonntag in der Nachbetrachtung des Deutschland-Spiels die Kritik von Mehmet Scholl an der Taktik von Bundestrainer Jogi Löw. Scholls TV-Experten-Kollege Oliver Kahn hat wenig Verständnis für die Attacke seines ehemaligen Mitspielers beim FC Bayern.

+++ Zwei Tage lang ruht jetzt der Ball, bevor am Mittwoch das erste Halbfinale ausgetragen wird. Wer wann wo gegen wen spielt, können Sie in diesem Text über die Runde der letzten Vier nachlesen.

+++ Was alles am Sonntag in Frankreich rund um die EM 2016 vorgefallen ist, können Sie hier in unserem Tagesticker nachlesen. Live-Spiel gibt es am Montag keines, aber ein Blick auf den EM-Spielplan lohnt sich eigentlich immer!

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