Ära wie mit Klopp?

Dortmund will mit Tuchel vorzeitig verlängern

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Thomas Tuchel kam 2015 zum BVB und hat noch einen Vertrag bis 2018. 

Dortmund - BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will mit Trainer Thomas Tuchel eine Ära ähnlich wie mit Jürgen Klopp zu prägen. Zudem kritisierte er den Wechsel von Henrich Mchitarjans nach England.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund will vor dem Saisonende mit Trainer Thomas Tuchel über eine Vertragsverlängerung sprechen. "Das werden wir nicht drei Monate vorher ankündigen. Wir werden Gespräche führen, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt", sagte Watzke im kicker-Interview. Der Verein werde 2017 nicht in Tuchels letztes Vertragsjahr gehen, ohne dessen Zukunft geklärt zu haben.

Watzke wünscht sich, dass Tuchel eine BVB-Ära wie zuvor Jürgen Klopp begründet, der den Verein sieben Jahre lang trainiert hatte. Angesichts der "hohen Wertschätzung" für Tuchel beispielsweise in England oder bei Real Madrid wappnet sich der Klub jedoch für einen Abschied: "Der BVB wird immer größer sein als jede einzelne Person. Wir stellen uns darauf ein, dass es immer mal wieder einen Wechsel geben kann."

Auch den Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang will Watzke trotz dessen Flirts mit Real Madrid vom Verbleib überzeugen. "Wir sind bestrebt, ihn zu halten", sagte der 57-Jährige: "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler - und ein wunderbarer Typ."

Watzke: Rückkehr Mchitarjans ausgeschlossen

Der BVB-Boss hat zudem den Wechsel von Henrich Mchitarjan zu Manchester United nachträglich kritisiert und eine Rückkehr des Armeniers zu Borussia Dortmund ausgeschlossen. „Wenn man in einem funktionierenden Umfeld wie in Dortmund spielt, ist es zweifelhaft, das gleich wieder herzuschenken, wenn es nach langer Anlaufzeit endlich funktioniert“, sagte der Geschäftsführer in einem Interview des Magazins „Kicker“ (Montag).

Jeder intelligente Spieler solle sich vorher Gedanken machen, in welches Umfeld er wechsele. Vor seinem Abschied im vergangenen Sommer hatte Mchitarjan seine erste starke Saison für den BVB gespielt. Bei seinem neuen Club fehlte der 27-Jährige zuletzt wegen einer Verletzung, davor hatte Trainer José Mourinho ihn wegen schwacher Leistungen öffentlich kritisiert.

Dass in Zukunft weitere begehrte Spieler oder Trainer die Bundesliga in Richtung der finanzkräftigeren Premier League verlassen, fürchtet Watzke nicht. Natürlich sei dort viel Geld unterwegs, sagte der 57-Jährige. Aber: „Wir haben die deutlich bessere Atmosphäre in den Stadien, deutlich günstigere Ticketpreise und die tausendmal bessere Nationalmannschaft.“

dpa/SID

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