Rund 1600 Delikte in der Saison 2015/16

Bahn: Weniger Straftaten bei Fußball-Fanfahrten

Berlin - Die Zahl der registrierten Straftaten bei Bahnfahrten mit Fußballfans ist deutlich zurückgegangen. Ein Grund soll die verstärkte Präsenz von Polizeibeamten und Sicherheitsleuten sein.

In der Saison 2015/16 sei sie im Vergleich zur Vorjahresperiode um knapp 30 Prozent auf rund 1600 gesunken, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit. Sie berief sich dabei auf Angaben der Bundespolizei. Grund sei die verstärkte Präsenz von Polizeibeamten und Sicherheitsleuten der Bahn.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am Freitag eine strengere Strafverfolgung von Hooligans verlangt. Die Bahnbetreiber müssten die Täter anzeigen und für Sachschäden ausnahmslos zur Kasse bitten, hieß es. Gewalttäter lediglich mit einem Beförderungsverbot der Eisenbahn zu belegen, reiche nicht aus.

Bahn-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „Seit Beginn der laufenden Fußballsaison können Spezialisten der DB Sicherheit Hausverbote und Beförderungsausschlüsse an Ort und Stelle aussprechen, wenn die Bundespolizei einen Straftäter eindeutig feststellt.“ Wer eine Gefahr für andere Menschen darstelle oder Anlagen und Fahrzeuge beschädige, „erhält von uns die Rote Karte“, fügte er hinzu.

dpa

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