Nach Sieg im ersten Anlauf

Eishockey-Team verliert Testspiel gegen Lettland

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Bundestrainer Marco Sturm.

Riga - Im zweiten Testspiel gegen Lettland spielte die DEB-Auswahl 24 Stunden nach dem 4:3 zwar überragend. Doch mehr als die 1:0-Führung sprang nicht heraus. Am Ende siegte der Gastgeber 4:1.

24 Stunden nach dem 4:3-Erfolg im WM-Testspiel gegen Lettland hat die deutsche Eishockey-Auswahl im zweiten Duell mit demselben Gegner eine 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)- Niederlage kassiert. Den einzigen Treffer für die stark gestartete Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm schoss am Samstag der Topscorer der Deutschen Eishockey-Liga, Patrick Reimer (13. Minute) von den Ice Tigers Nürnberg. Bei konsequenterer Chancenauswertung hätten die Gäste nach den ersten 20 Minuten klarer in Front liegen müssen.

Vor knapp 5000 Zuschauern kassierte das DEB-Team im sechsten Vorbereitungsspiel auf die Titelkämpfe vom 6. bis 22. Mai in St. Petersburg und Moskau die vierte Niederlage. Nachdem Marcel Goc am Vortag geschont worden war, lief der Kapitän am Samstag auf. Im Mittelpunkt stand aber aus deutscher Sicht vor allem der NHL-Profi Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers. Er glänzte vor allem zu Beginn mit guter Übersicht und als kluger Passgeber. Vier Minuten vor Schluss vergab er das mögliche 2:4.

Im ersten Drittel spielten die Deutschen überragend, verpassten es aber, ihren Vorsprung auszubauen. Danach wachten die Gastgeber auf und setzten sich immer besser in Szene. Mikelis Redlihs gelang in der 31. Minute der erste Treffer für die in der Weltrangliste an Nummer zehn stehenden Letten. Andris Dzernies schoss die Gastgeber (37.) in Führung, Doppeltorschütze Miks Indrasis (41. und 47.) sorgte für den Endstand. Die Partie verlief äußerst fair: Die Schiedsrichter verhängten insgesamt nur zwölf Strafminuten.

Die WM-Vorbereitung setzt das DEB-Team - dann sicher auch mit Spielern des neuen deutschen Meister EHC München - am 29. April in Oberhausen mit dem Spiel gegen Weißrussland fort. Nach dem letzten Test vor der WM - am 3. Mai in Basel gegen die Schweiz - reist die DEB-Mannschaft nach St. Petersburg.

dpa

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