F1-Strategiegruppe lehnt Cockpitschutz "Halo" für 2017 ab

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Sebastian Vettel fährt in einem Ferrari mit einem Cockpit-Schutzsystem. Foto: Eric Alonso

Genf (dpa) - Der Cockpitschutz "Halo" kommt 2017 nun doch nicht in der Formel 1 zum Einsatz.

Die zuständige Strategiegruppe, der unter anderem die Teamchefs und Geschäftsführer Bernie Ecclestone angehören, lehnte die Einführung des zusätzlichen Sicherheitssystems bei ihrem Treffen am 28. Juli in Genf ab. Nun könnte das Sicherheitssystem 2018 eingeführt werden. "Halo bleibt eine starke Option", hieß es in einer Mitteilung. Bis zum Ende der laufenden Saison und im nächsten Jahr soll weiter getestet werden: "Möglicherweise gibt es eine noch bessere Lösung."

Mit "Halo" sollten Fahrer besser gegen herumfliegende Teile beispielsweise nach Kollisionen geschützt sein. Die Piloten hatten sich nach Angaben von Sebastian Vettel zu 95 Prozent für den Cockpitschutz ab der nächsten Saison ausgesprochen.

"Wir sollten aus den Dingen unsere Lehren ziehen, sonst wäre das ziemlich dumm", hatte der 29 Jahre alte Heppenheimer Ferrari-Pilot am Donnerstag auf dem Hockenheimring betont. Neben Vettel war auch Landsmann Nico Rosberg ein klarer Befürworter des "Halo". Wir hatten die Präsentation der FIA (Internationaler Automobilverband). Du kannst nur dafür sein", hatte der 31-Jährige ebenfalls auf dem Hockenheimring gesagt.

Der Brasilianer Felipe Massa war 2009 in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. Er hatte die Saison vorzeitig beenden müssen und konnte erst 2010 wieder Rennen fahren. 2009 war zudem in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen herumfliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

Das System "Halo" basiert auf einem ringförmigen Bügel, der sich über den Helm des Piloten spannt. Mittig ist er an einer Strebe fixiert. Der Ring besteht aus Titan und ist sieben Kilogramm schwer. Die Überlebenschance bei Unfällen aller Art soll um 17 Prozent höher sein.

Gegen die Einführung hatte sich Ecclestone ausgesprochen. "Wir brauchen es nicht, es wäre nicht gut", hatte der 85 Jahre alte Geschäftsführer der Formel 1 der britischen Zeitung "The Telegraph" gesagt: "Es wird keinen retten."

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