Dreiviertel aller Selbstmörder in der Region waren Männer

Zahl der Suizide in Hessen ist 2015 leicht gesunken

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Symbolbild

Region Rhein-Main - Die Zahl der Selbstmorde in Hessen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Es gab laut dem Hessischen Statistischen Landesamt 3,2 Prozent weniger Suizide als im Vorjahr 2014.  Dreiviertel der Selbsttötungen wurden von Männern begangen. 

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Im Jahr 2015 starben 772 Menschen mit Wohnsitz in Hessen durch Suizid, davon waren 575 Männer und 197 Frauen. Gegenüber 2014 (797 Fälle: 591 Männer, 206 Frauen) nahm die Zahl um 25 Personen oder 3,1 Prozent ab. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamts ergab sich – bezogen auf die Bevölkerung – im Berichtszeitraum eine Suizidrate von 12,6 Selbsttötungen pro 100.000 Einwohner. Die häufigste Form der Selbsttötung war 2015 wie auch in den Vorjahren bei beiden Geschlechtern das Erhängen, Strangulation oder Ersticken.

Auf diese Form der Selbsttötung entfielen knapp 40 Prozent – 243 Männer und 61 Frauen. Durch Schuss- und Feuerwaffen kamen 87 Menschen (elf Prozent) ums Leben. Genauso viele starben, weil sie sich vor ein sich bewegendes Objekt warfen oder legten. Durch Sturz in die Tiefe starben 67 Menschen (neun Prozent). Gasen und Dämpfen setzten sich 53 Menschen aus (sieben Prozent). 

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13 Minderjährige töteten sich 2015 selbst

36 Personen töteten sich mit Arzneimitteln, Drogen oder biologisch aktiven Substanzen (fünf Prozent). Die meisten Menschen, die ihr Leben selbst beendeten, waren zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 50 und 60 Jahre alt (154 Personen; rund 20 Prozent). Im hohen Alter (90 Jahre und älter) nahmen sich zwölf Menschen das Leben, 13 waren zum Zeitpunkt ihres Suizids noch minderjährig. red

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