Frankfurter Gericht gibt fristloser Kündigung statt

Urteil: Wer im Keller mit Drogen handelt, riskiert seine Wohnung

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Wer mit Cannabis dealt, kann fristlos aus seiner Wohnung fliegen. 

Frankfurt - Wer im Keller mit Rauschgift handelt, riskiert die fristlose Kündigung seiner Mietwohnung. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil festgestellt.

Die Richter gaben der Räumungsklage eines Frankfurter Hausbesitzers gegen zwei Mieter einer Wohnung statt. Im April dieses Jahres hatte es in dem Haus einen größeren Polizeieinsatz gegeben, nachdem Cannabis-Geruch festgestellt worden war. Im Keller der Mieter wurden ein Kilogramm Marihuana, Haschisch und Amphetamine sowie Mobiltelefone, Verpackungsmaterial und Waagen beschlagnahmt. Nach dem Vorfall wurde den Mietern fristlos gekündigt.

Laut Urteil ist der Rauswurf auch ohne vorausgegangene Abmahnung zulässig. Nach Begehung einer derart schwerwiegenden Straftat sei dem Vermieter die Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht mehr zuzumuten. Darüber hinaus müsse es jedem Mieter klar sein, dass Drogenhandel in Mietshäusern nicht geduldet werde. dpa/lhe

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