Das war los am Wochenende

27-Jähriger bewusstlos geprügelt +++ Joggerin in Main gestoßen

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Symbolbild

Frankfurt/Eppstein/Rödermark/Steinbach - Ein betrunkener Niederländer stößt eine 77-jährige Joggerin in den Main, zwei Männer prügeln in der U4 einen 27-Jährigen bewusstlos und in Steinbach schlägt ein Rentner nach einem Klingelstreich auf einen Siebenjährigen ein. Das war los am Wochenende. 

27-Jähriger in U4 bewusstlos geprügelt

Frankfurt - In einer Frankfurter U-Bahn ist ein 27-jähriger Mann bewusstlos geprügelt und ausgeraubt worden. Verdächtigt werden zwei 22 Jahre alte Männer. An der Haltestelle Willy-Brandt-Platz stiegen die beiden am Samstag gegen 4.25 Uhr ein und begannen sofort damit, andere Fahrgäste anzuschreien und zu beleidigen. Nachdem sie sich zu dem 27-Jährigen gesetzt hatten, schlug einer der beiden den Geschädigten zu Boden und trat ihm gegen den Kopf. Am Hauptbahnhof verließen die Täter kurz die Bahn, kehrten aber sofort zurück und durchsuchten ihr Opfer nach Wertgegenständen. 

Danach soll einer der Täter mit der Ferse ins Gesicht des Opfers gesprungen sein. Anschließend flüchteten sie, wurden aber wenig später von der Polizei festgenommen. Zeugen hatten den Bewusstlosen aus der Bahn gezogen und sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um ihn gekümmert. Glücklicherweise erwiesen sich die Verletzungen des Geschädigten als weniger schwer. Er verließ das Krankenhaus noch am Nachmittag des gleichen Tages. Von dem Diebesgut, einem Portemonnaie mit etwa 20 Euro Bargeld, dem Reisepass, EC- und Kreditkarten sowie Medikamenten und dem Wohnungsschlüssel fehlt zurzeit jede Spur. Die Ermittlungen dauern an. 

Fahranfänger baut schweren Unfall

Eppstein - Der Motorradausflug eines 18-Jährigen Fahranfängers aus Wiesbaden hat am Samstag in einem Krankenhaus geendet. Gegen 21.30 Uhr fuhr er mit seiner Maschine die kurvenreiche B455 in Richtung Fischbach entlang. Aus bisher ungeklärter Ursache, vermutlich jedoch auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit, kam der junge Mann nach links von der Fahrbahn ab. Er verlor die Kontrolle über seine Maschine, schleuderte eine Böschung hinauf und krachte in eine Gabionenmauer. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde stationär in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Am Motorrad entstand Totalschaden. 

Betrunkener stößt 77-jährige Joggerin in Fluss

Frankfurt - Ein betrunkener Mann soll am Sonntagmorgen gegen 7.20 Uhr eine 77 Jahre alte Joggerin in den Main gestoßen haben. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den 30-Jährigen fest und steckte ihn zur Ausnüchterung in eine Zelle. Wie es genau zu dem Zwischenfall in Höhe des Walther-von-Cronberg-Platzes gekommen war, blieb zunächst unklar. Der Frau gelang es, ans Ufer zu schwimmen und aus dem Wasser zu klettern. Ein Passant hielt den betrunkenen Niederländer fest, bis die Polizei kam.

Autofahrer rammt Fußgänger auf der Straße

Frankfurt - Vermutlich aus Unachtsamkeit kam es am Samstag zu einem schweren Unfall in der kleinen Stichstraße, die parallel zur A661 verläuft. Gegen 20.35 Uhr war dort ein 76-jähriger Frankfurter mit seinem Wagen unterwegs. Offensichtlich übersah er einen 19-jährigen Fußgänger, der sich gerade auf der Straße befand, und erfasste ihn mit seinem Auto. Der junge Mann schlug mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe, prallte ab und stürzte zu Boden. Mit schweren Verletzungen musste er in ein Krankenhaus gebracht werden.

Pistole mit Ladehemmung verhindert Schießerei in Frankfurt

Frankfurt - Die Ladehemmung einer Pistole könnte einen Unbekannten am Samstag vor Schlimmerem bewahrt haben. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein silberner Wagen gegen 20.55 Uhr die Bleidenstraße, von der Katharinenpforte kommend, in Richtung der Töngesgasse entlang. An der Fußgängerfurt in Höhe der Bleidenstraße Nummer 2 musste das Auto wegen Fußgängern anhalten. Aus einer Personengruppe soll sich daraufhin ein Mann gelöst haben und auf den wartenden Wagen zugegangen sein. Dabei richtete er eine silberfarbene Pistole auf das Fahrzeug. Zeugen hörten mehrfach ein "Klackgeräusch", ein Schuss löste sich jedoch nicht. 

Schließlich soll der Beifahrer aus dem Wagen ausgestiegen sein, den Unbekannten Schützen mit "Du Hurensohn" beleidigt haben und über den Liebfrauenberg und Neue Kräme geflüchtet sein. Der unbekannte Täter ließ seine Waffe fallen und verschwand in Begleitung sechs oder sieben anderer Personen, die ihn mit "Bilal" angesprochen haben sollen, in Richtung der Zeil. Der Wagen fuhr ebenfalls davon. Die alarmierte Polizei stellte die Waffe, eine 9mm Pistole, sicher. Das Magazin war zum Teil geladen.

Der verhinderte Schütze soll 25 bis 30 Jahre alt und 1,70 bis 1,80 Meter groß sein. Er hat eine breite, kräftige Statur, kurze, schwarze, nach oben gegelte Haare und einen Dreitagebart. Möglicherweise ist er Nordafrikaner. Er trug eine offene Jacke, ein weißes T-Shirt und eine dunkle Hose. Die Hintergründe zu diesem Vorfall sind völlig unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Rehkitz überlebt Notgeburt nach Unfall

Rödermark - Ein Drama mit zumindest teilweise gutem Ausgang spielte sich am Freitagvormittag auf der B 459, Richtung Waldacker, kurz vor der Einmündung Waldstraße ab. Um 10.45 Uhr überquerte eine trächtige Ricke die Straße von links nach rechts und wurde von einem Wagen erfasst. Das Reh wurde dabei tödlich verletzt. Noch auf der Fahrbahn kam es zu einer Spontangeburt von Zwillingen. Ein Neugeborenes wurde durch den 55-jährigen Fahrer und den 60-jährigen Beifahrer des Transporters von der Fahrbahn gerettet. Das Geschwisterchen überlebte nicht. Die helfenden Hände rubbelten das Kitz trocken und wärmten es. Von einer alarmierten Polizeistreife wurde das Neugeborene im Eilmarsch zur Wildtierauffangstation nach Dudenhofen gebracht, wo es die Stationsleiterin erstversorgte. Inzwischen hat das Kleine die erste artgerechte Milch aus der Flasche von der neuen Ersatzmutter dankbar angenommen. Es bleibt zu hoffen, dass das Bambi in der Gesellschaft von drei gleichartigen Findelkindern die nächsten Tage überstehen wird.

Festnahmen bei Buskontrolle in Frankfurt

Frankfurt - Die Polizei hat am Sonntag am Frankfurter Hauptbahnhof in einer groß angelegten Aktion mindestens 25 Reisebusse kontrolliert. Dabei wurden allein in den ersten vier Stunden zwei Menschen festgenommen, weil sie sich illegal in Deutschland aufgehalten haben sollen. Drei Busfahrern wurde die Weiterfahrt untersagt. Sie hatten laut Polizei viel zu lange am Steuer gesessen. Insgesamt sollten bei der Kontrolle 40 Fernbusse unter die Lupe genommen werden.

Weil es am Hauptbahnhof zu wenig Platz gibt, wurden die Fahrzeuge mit den Reisenden zu einem großen Parkplatz nahe der Messe gebracht. An der länderübergreifenden Sicherheitskontrolle waren neben der Frankfurter Polizei und dem Zoll auch Beamte aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beteiligt. Details zu dem Einsatz wollten die Ermittler erst am Montag bekanntgeben.

Mann prügelt nach Klingelstreich auf Kind ein

Steinbach - Ein Kinderstreich hat am Donnerstag in Steinbach ein unschönes Ende genommen. Zwei siebenjährige Jungen machten gegen 17.05 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Herzbergstraße Klingelstreiche. Dies missfiel einem 70-jährigen Mann derart, dass er einen der Jungen am Arm packte, mehrfach schlug und am Ohr zog. Zudem warf er mit einem Rucksack nach ihnen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

dpa/lhe/red/skk

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