Mitarbeiter im Ausstand

Wegen Streik 400 Flüge am Frankfurter Flughafen gestrichen

Frankfurt - Seit dem frühen Mittwochmorgen ist auch der Flughafen Frankfurt von dem Verdi-Warnstreik betroffen. Bislang seien rund 400 Flüge gestrichen worden, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit.

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Seit acht Uhr beteiligen sich auch Feuerwehrleute an dem Ausstand und verließen eine der vier Wachen auf Deutschlands größtem Flughafen, wie ein Verdi-Sprecher mitteilte. Daraufhin legte die Flughafenleitung für die Dauer der Aktion die Nordwestlandebahn still. Die Auswirkungen hielten sich aber vorerst in Grenzen, teilte eine Fraport-Sprecherin mit. „Wir haben genügend Kapazitäten auf der Süd- und der Centerbahn.“

Ohne Feuerwehr ist ein Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen nicht möglich, es gibt aber Notdienstvereinbarungen. Verzögerungen wird es im Laufe des Tages hauptsächlich im Bodenverkehr sowie an den Sicherheitskontrollen geben. Laut Verdi streiken aktuell über 80 Prozent der Bodenverkehrsmitarbeiter. Verdi-Chef Frank Bsirske wollte um neun Uhr vor mehreren Tausend Streikenden sprechen, die auch aus der Umgebung anreisen.

Bei Streik: Ihre Rechte als Passagier

Mit den Ausständen am Frankfurter und anderen deutschen Flughäfen will die Gewerkschaft den Druck im Tarifstreit über den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen erhöhen. Auch in vielen anderen Bereichen wie Kitas, Krankenhäusern, Rathäusern und dem Nahverkehr sind die Beschäftigten derzeit im Ausstand. 

Im Vorfeld hatten mehrere Airlines ihre Kunden bereits über Umbuchungs- und Reisemöglichkeiten informiert. dpa/lhe/skk

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Rubriklistenbild: © dpa

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