Der EXTRA TIPP hat die ultimativen-Schloss-Tipps

Diese Schlösser lassen Fahraddiebe verzweifeln

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Marcus Müller von Fahrrad Denfeld schwört auf das Faltschloss Bordo Granit X-Plus 6500.

Region Rhein-Main - Wettrüsten an der Fahrradfront: Die Schlosshersteller bringen immer massivere Schlösser auf den Markt. Die Fahrraddiebe packen im Gegenzug die Akku-Flex aus. Fakt ist: Die Zahl der Fahrraddiebstähle steigt seit zehn Jahren. Zeit, sich auf die Suche nach den sichersten Schlössern zu machen. Von Christian Reinartz

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Allein Frankfurt ist die Zahl der Fahrraddiebstähle im vergangenen Jahrzehnt von etwa 2900 auf rund 4600 pro Jahr gestiegen. Zwar werden die Fahrräder immer teurer, aber auch die Besitzer rüsten in Sachen Sicherheit immer weiter auf. Gegen die Diebe haben sie aber offenbar keine Chance. Die sind nämlich mittlerweile nicht mehr nur mit dem Bolzenschneider unterwegs, sondern setzen völlig schamlos die Akku-Flex an. 

Neuester Trend unter Kriminellen: Sie setzen kleine hydraulische Wagenheber an und sprengen so fast jedes Schloss. Oder nutzen Schlagschlüssel, die auch als Polenschlüssel bezeichnet werden. Schlüssel ins Schloss, ein Schlag auf den Kopf und schon lassen sich die meisten Fahrradschlösser, die in Benutzung sind, öffnen.

Bastian Galonska von Zweirad Stadler setzt auf das Bügelschloss Kryptonite New York Lock. Massiver geht nicht!

Müssen sich Radbesitzer also damit abfinden? Der EXTRA TIPP hat sich auf die Suche gemacht und die Radschloss-Spezialisten von Fahrrad Denfeld in Bad Homburg und Zweirad Stadler in Frankfurt nach ihren ultimativen Schloss-Tipps gefragt. Das Ergebnis: Zwei Schlösser wie Panzer. Sie sind extrem massiv und lassen jeden Dieb alt aussehen. Ihre Namen: Kryptonite New York Lock „Fahgettaboudit“ und Abus Bordo Granit X-Plus 6500. Sie sind das Beste, was es an Sicherheitstechnik auf dem Markt gibt. 

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Und sie sind echte Schwergewichte: Zwei Kilogramm wiegt das Kryptonite, das Abus kommt auf 1,6 Kilogramm. Kosten? Jeweils um die 100 Euro. Genug Masse und Klasse, um den Dieben lange genug zu widerstehen. Selbst mit einer lauten Trennscheibe, oder auch Flex genannt, brauchen diese viel zu lange, um die dicken Stahlstreben zu durchtrennen. Sogar der Wagenheber ist chancenlos, wenn die Schlösser richtig angelegt werden.

„Letzten Endes geht es nur um Zeit“, sagt Michael Wahl, beim Polizeipräsidium Südosthessen Experte für Fahrradsicherheit. „Die Diebe halten sich nur wenige Minuten auf“, sagt er. „Wenn sie es dann nicht schaffen, lassen sie von ihrer Beute ab.“ Sein Tipp, um selbst Profi-Diebe in die Flucht zu schlagen: „Einfach zwei verschiedene Schloss-Arten kombinieren. Dann geben die Täter ziemlich sicher schon im Vorfeld auf, weil ihnen der Aufwand zu groß ist.“

Sicherheit für wenig Geld: Armin Bonnet vom Radhaus Bonnet empfiehlt das Axa Cherto Compact 95.

Für alle, die nicht so viel Geld ausgeben wollen, hat der der EXTRA TIPP auch noch einen echten Geheimtipp parat. Ein Kettenschloss, auf das Armin Bonnet vom Radhaus Bonnet in Schaafheim schwört: Das Axa Cherto Compact 95. Denn eines ist die massive Stahlkette garantiert nicht: Compact. Stattdessen bekommt man für schlappe 30 Euro eine 9mm starke Hochsicherheitskette aus extrem gehärtetem Stahl. Ein Schloss, das nicht einmal die Spezialisten der Stiftung Warentest in drei Minuten knacken konnten.

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