Koreaner wollte in die Schweiz flüchten

Tödliche Messerattacke in Frankfurt: Täter überstellt

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Symbolfoto

Frankfurt - Nach einer tödlichen Messerstecherei im Frankfurter Stadtteil Rödelheim hat sich der Täter näher zum Hergang geäußert. Der Koreaner hatte zuvor versucht, sich nach der Tat in die Schweiz abzusetzen. 

Ein 39-Jähriger Litauer hatte am Samstag gegen 17.10 Uhr die Wache des elften Polizeireviers in Frankfurt betreten und angegeben, „dass etwas passiert sei!". Auf seine Angaben hin eilten Beamte zu einem Gartengrundstück in der Guerickestraße. Dort entdeckten sie einen ebenfalls 39-jährigen Litauer, der schwer verletzt war. Trotz ärztlicher Behandlung starb er noch vor Ort. 

Das Opfer wies einen Stich im Oberkörper auf. Sein Begleiter, der auf der Wache erschienen war, gab zunächst an, dass das Duo auf dem Weg zum Gartengrundstück auf einen Asiaten getroffen. Dieser sei mit dem späteren Todesopfer zusammengerempelt sei. Der Koreaner habe daraufhin ein Messer gezogen und beide Litauer eingestochen. Der Verletzte habe sich noch einige Schritte weitergeschleppt, sei dann aber auf dem Grundstück zusammengebrochen.

Der 40-jährige Täter wurde laut Polizei am späteren Abend festgenommen, als er in einem Taxi die Schweizer Grenze überqueren wollte. Nachdem der flüchtige Koreaner sich gegenüber dem Grenzwachkorps in Basel dahingehend geäußert hatte, in Frankfurt auf zwei Menschen eingestochen zu haben, wurde er nach Vorlage eines Haftbefehles an die Deutschen Behörden in Lörrach überstellt. 

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Der Mann gab an, in jüngerer Vergangenheit immer mal wieder in Streit mit den beiden Litauern geraten zu sein. Alle drei Personen hatten das Grundstück als Lagerstätte benutzt. Am Tattag sei es erneut zu einer Auseinandersetzung gekommen, wobei der Geschädigte angeblich mit einer Schaufel auf ihn losgegangen sei. In dieser Situation habe er mit dem Messer zugestochen. Anschließend habe er sich mit verschiedenen Taxen bis zur Schweizer Grenze bewegt, wo er schließlich festgenommen wurde.

Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, konnte zwischenzeitlich aufgefunden werden. Die Ermittlungen in der Sache dauern an. dpa/lhe

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