Kommentar

Von wegen Steuersenkungen: Bürger werden bestohlen

Der deutsche Staat verzeichnet zig Milliarden Mehreinnahmen. In dieser Woche hat sich die Regierung durchgerungen, die Steuern für die Bürger zu senken. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Das Kindergeld steigt um zwei Euro, bei der kalten Progression gibt es einen Ausgleich und der Kinderfreibetrag steigt um 108 Euro sowie der Grundfreibetrag um 168 Euro. Dies ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Mehr noch: Das ist gegenüber den hart arbeitenden Bürgern dieses Landes respektlos.

Um es klarzumachen: Einem kinderlosen Ehepaar mit 50.000 Euro Jahreseinkommen bringt Schäubles Entlastungspaket 7,30 Euro mehr im Monat. Bei einem Single mit 30.000 Euro Einkommen sind es vier Euro. Nur mal zum Vergleich: Wer sein Auto im My-Zeil-Parkhaus zwei Stunden parkt, hat die Steuererleichterung als Single schon aufgebraucht.

Mehr noch: Da wir aufgrund der staatlichen EEG-Umlage stetig höhere Stromkosten haben, gibt uns die Regierung gar kein Geld zurück. Vielmehr nimmt sie uns nur etwas weniger weg.

Wie so oft kommt die Entlastung in der Mitte der Gesellschaft nicht an. Der Bürger hört ständig, dass die Mieten steigen, mehr in die Rente gezahlt werden soll, die Inflation zuschlägt und es keine Zinsen mehr gibt, soll sich dann über vier Euro freuen. Von der gestiegenen Wirtschaftskraft in Deutschland bekommt er nichts mit.

Eine solche Mini-Mini-Steuersenkung ist nicht nur den Steuerzahlern gegenüber respektlos, sie hat schon Züge von Diebstahl durch nicht angemessenes Wieder-Zurückgeben.

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