Schlägerei vor Club auf der Zeil 2014

Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre für Disco-Schläger

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Ein Schläger soll für zehn Jahre hinter Gittern / Symbolbild

Frankfurt - Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in vier Fällen soll ein 34 Jahre alter Mann nach Ansicht der Anklage zehn Jahre in Haft und dann in Sicherungsverwahrung.

Die Staatsanwaltschaft beantragte am Montag vor dem Landgericht darüber hinaus die Verurteilung seines zehn Jahre jüngeren Bruders zu siebeneinhalb Jahren - wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen.

Wenige Tage, nachdem der Mann nach längerer Haftstrafe in den offenen Strafvollzug verlegt und zeitweise freigelassen wurde, schlug und trat er 2014 mit seinem Bruder vor einer Diskothek auf der Frankfurter Zeil zwei andere Männer bis zur Bewusstlosigkeit.

Opfer war mehrere Wochen im Krankenhaus

Ein Opfer, das den Mann vorher beschimpft hatte, musste mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt werden. Drei Tage nach dem Vorfall gab es in einem Tanzlokal erneut eine körperliche Auseinandersetzung, bei der zwei andere Gäste schwer misshandelt wurden. Nach den Gewalttaten kehrte der Freigänger jeweils wieder in die Haftanstalt zurück - er wurde erst Wochen später als Verdächtiger dauerhaft inhaftiert.

Nach Ansicht der Anklage stellt der Täter eine „Gefahr für die Allgemeinheit mit einem Hang zu erheblichen Straftaten“ dar. Wann die Schwurgerichtskammer das Urteil verkündet, war zunächst offen. dpa

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