Persönlichkeitsberater aus Oberursel gibt Tipps

Schluss mit dem Grübeln: So werden Sie glücklich!

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Einfach mal glücklich sein.

Region Rhein-Main – Festgefahrene Einstellungen sind oft der Grund, warum viele im Leben nicht voran kommen, unglücklich sind. Persönlichkeitsberater Axel Dörr-Lintl aus Oberursel setzt in seinen Seminaren an diesem Punkt an. Eine seiner Grundaussagen: Niemand macht bewusst Fehler! Von Oliver Haas

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„Kein Mensch macht bewusst Fehler – wirklich niemand!“ Persönlichkeitsberater Axel Dörr-Lintl blickt beim Vortrag für den Verein „Forum der Selbständigen Oberursel“ in verdutzte Gesichter. Kurz zuvor hat er eine Besucherin gefragt, welchen letzten großen Fehler sie ihrer Meinung nach gemacht hat. Die schonungslose, aber ehrliche Antwort: „Meinen letzten Mann zu heiraten!“ Für Dörr-Lintl ist es wichtig, dass seine Zuhörer erkennen, dass eine solche Entscheidung auch Jahre später niemals als Fehler zu sehen sein dürfe. „Es gibt keine bewusst gemachten Fehler. Denn erst mit der Zeit und dem Wissen, das wir gesammelt haben, interpretieren wir unsere Taten als Fehler.“ 

Axel Dörr-Lintl 

Jegliches Bereuen oder Schuldgefühle für frühere Entscheidungen seien daher völlig unnötig. „Zu jedem Zeitpunkt, zu dem ich meine Entscheidungen treffe, gehe ich davon aus, dass sie richtig sind. Deshalb brauche ich sie im Nachhinein auch niemals als Fehler ansehen“, sagt Dörr-Lintl. Mit Blick auf die Besucherin sagt er: „An dem Tag, an dem Sie Ihrem Mann das Ja-Wort gegeben haben, waren Sie sich sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Dass es sich am Ende nicht so entwickelt hat, wie es heute ist, konnten sie nicht wissen. Deshalb war es kein Fehler.“

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Es sei wichtig, dass Menschen diese Einstellung verfolgen. Nur so könnten sie authentisch und erfolgreich durchs Leben gehen. Dörr-Lintl sagt, dass nur die richtige Einstellung ein Verhalten bewirkt, dass dann auch zum gewünschten Ergebnis führt. Große Unterstützung seien dabei Visualisierungstechniken. Wie gut Menschen etwas visualisieren können, macht er während des Vortrags mit einem Experiment deutlich: „Schließen Sie Ihre Augen und stellen Sie sich vor, dass Sie eine Zitrone vor sich haben. Diese zerteilen Sie mit Ihrem Messer in zwei Hälfen. Sie sehen, wie Tropfen am Messer hängen und riechen den Zitronensaft.“ Jetzt bittet er die Zuhörer, die nach wie vor die Augen geschlossen haben, sich eine Zitronenhälfte zu nehmen, um herzhaft reinzubeißen. Angewidert verziehen fast alle ihre Gesichter. Weit und breit ist keine Zitrone zu sehen. Die Macht der Vorstellungskraft ist enorm.

Viele Sorgen finden nur im Kopf statt

Studien haben gezeigt, dass nur etwa zehn bis 20 Prozent Prozent der Sorgen, die ein Mensch hat, am Ende in der Realität tatsächlich so eintreten. Der überwiegende Teil davon, also oft über 80 Prozent, findet nur im Kopf statt und wird nie zur Realität. Aber durch Grübeln und Sorgen entstehen in der Vorstellungskraft vieler Menschen negative Stimmungen. Dabei kann das Resultat dieses Effektes auch umgekehrt werden. Denn: Auch positive Ziele können visualisiert werden. Menschen, die abnehmen wollen, sollen sich vorstellen, wie es ist, endlich mit dem Traumgewicht vorm Spiegel zu stehen

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Oder angehende Selbstständige, wie sie beispielsweise die Hände bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss schütteln. Durch positive Visualisierungen ändern sich Einstellungen. „Und Einstellungen bestimmen das Verhalten, das dann zum gewünschten Ergebnis führt“, sagt Dörr-Lintl. Dass es im Leben auch immer Phasen gibt, in denen Menschen sich schlecht fühlen, weiß Dörr-Lintl. Aber hier können Visualisierungen helfen: „Man kann nur einen Gedanken auf einmal denken. Hintereinander kann ich über vieles nachdenken, aber nie gleichzeitig. Wer abends im Bett negative Gedanken hat, der sollte sich bestimmte positive Gedanken in Erinnerung rufen. „Das kann der letzte tolle Urlaub gewesen sein. Ein tolles Essen oder vielleicht sogar der erste Kuss.

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