Rockern geht’s ans Leder: Verdächtiger verhaftet

Nach den Schüssen in der Frankfurter Innenstadt an Christi Himmelfahrt ist der mutmaßliche Schütze gefasst. Der Mann ist Mitglied der Hells Angels. Foto:dpa

Nach der Schießerei in der Frankfurter Innenstadt am 5. Mai hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen gefasst. Der 55-Jährige stammt aus dem Rockermilieu. Auch in Frankfurt erhöht die Polizei den Druck auf die Szene.

Frankfurt – Zwei Männer waren an Christi Himmelfahrt vor einem Café am Frankfurter Stoltze-Platz angeschossen und schwer verletzt worden. Jetzt ist der mutmaßliche Schütze gefasst. Der 55-Jährige, der Mitglied der Rockerorganisation Hells Angels ist, wurde am Donnerstagabend in Rumänien festgenommen, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilt Dem Mann, der einen griechischen Pass besitzt, werden Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Nach weiteren Personen wird noch gefahndet.

Auch in Frankfurt konzentrieren sich die Ermittlungen auf das Rockermilieu. In der Heiligkreuzgasse wurden am vergangenen Wochenende sechs Männer kontrolliert und vorläufig festgenommen. In ihren Fahrzeugen wurden diverse Waffen, darunter ein Beil, mehrere Messer und ein Baseballschläger aufgefunden und sichergestellt. In den Autos fanden die Beamten typische Rocker-Kutten. Die Männer im Alter von 32 bis 35 Jahren wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Am Donnerstag wurden weitere 15 Personen kontrolliert, die sich in einer Bar in der Großen Bockenheimer Straße aufhielten und laut Polizei „aufgrund ihrer Kleidung ebenfalls einer Rockergruppierung zugeordnet werden konnten“.

Insgesamt seien 151 Menschen überprüft worden, 22 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz, wegen Betruges und wegen Körperverletzung wurden eingeleitet. Konkrete Hinweise im Hinblick auf die Schießerei an Christi Himmelfahrt hätten sich zunächst nicht ergeben. red/dpa

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