Eine ganz besondere Fußballmannschaft 

Bembelbots: Die Roboter-Dribbler vom Campus Frankfurt

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Die Bembelbots trainieren auf ihrem eigenen Trainingsplatz an der Uni.

Frankfurt - 2050 soll der amtierende Fußball-Weltmeister von Robotern geschlagen werden. Ihren Anteil daran leisten etwa 15 Informatiker mit ihren drolligen Bembelbots – den Roboterkickern der Uni Frankfurt. Von Oliver Haas

Lesen Sie dazu auch: Deutschland ist im Zukunftsmarkt Robotereinsatz spät dran„Am Anfang waren wir einfach nur froh, dass sie nicht umgefallen sind“, erinnert sich Diplom-Informatiker Andreas Fürtig. Er ist seit 2009 Fußballtrainer der Bembelbots. Die Roboter der Uni Frankfurt sind nicht ferngesteuert. Es gibt keinen Controller, mit dem man von außen eingreifen könnte. Sie werden aufs Spielfeld gestellt und müssen dann vollkommen alleine agieren. Fürtig erklärt wie: „Die Roboter haben zwei Kameras und verschiedene Sensoren eingebaut, so ähnlich wie im Handy auch. Nur mit diesen zwei Kameras muss der Roboter entscheiden, wo er sich auf dem Feld befindet und was er jetzt als nächstens tut. Ob er einen Gegner angreift oder eben den Ball Richtung Tor kickt.“

Video: Die Roboter-Kicker der Uni Frankfurt

Frankfurt - 2050 soll der amtierende Weltmeister von Roboter-Kickern geschlagen werden. Auch die Bembelbots von der Universität Frankfurt arbeiten ehrgeizig an dem großen Ziel.

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Die Frankfurter treten in der Standardplattform-Liga im RoboCup an. Diese Plattform hat das Ziel, 2050 den echten Fußball-Weltmeister zu schlagen. Noch ein langer Weg bis dahin. Dabei helfen wollen auch die Frankfurter Studenten. „Im Grunde geht es darum, dass die Software immer besser entwickelt wird“, so Fürtig. Dabei bekommen die Tüftler aus Frankfurt jedes Jahr neue Herausforderungen, die ihnen schonmal schlaflose Nächte bereiten können. „Wenn zum Beispiel der Ball im neuen Turnier eine andere Farbe hat. Oder die Tore erst gelb und dann plötzlich alle weiß wie die Spielfeldlinien sind, dann muss das alles wieder neu im Programm umgeschrieben werden. Sonst weiß der Roboter nicht, wo er hin laufen muss oder schießt ins eigene Tor.“

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Fotogalerie: Das sind die drolligen Bembelbots aus Frankfurt

Gespielt wird immer zwei mal zehn Minuten auf einem fünf mal sieben Meter großen Feld gegen andere Mannschaften aus Deutschland und der ganzen Welt. Der neue Weltmeister veröffentlicht dabei immer seine Software, die auch kopiert werden darf. Das machen die Frankfurter aber nicht. „Wir wollen, dass sich unsere Studenten durch das Projekt entwickeln, deswegen haben wir bei Null angefangen“, so Fürtig. Allerdings werden einzelne Elemente, etwa die Schnelligkeit der Leipziger Roboter, übernommen. Alle Infos zu den Bembelbots gibt´s auch unter www.bembelbots.de

Und wer die Bembelbots demnächst live sehen will, hat dazu am 3. Juni bei der Night of Science Gelegenheit. Das Event wird von den neun naturwissenschaftlichen Fachschaften der Uni Frankfurt organisiert. Ziel ist es zu zeigen, wie die oft eher stiefmütterlich behandelten Naturwissenschaften eine große Vielfalt und einen Nutzen im Alltag liefern. Mehr Infos unter www.nightofscience.de.

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